Der STADT- & KULTURMAGAZIN KITZINGEN Falter AUS DEM INHALT: Das Event Stadtfest Bücherei, Schöningh und Kindertag Das Problem Müll Habemus Papam und Kitzingen Reisen und Recht Bilanz BIT im INNOPARK Gastronomieund Einkaufstipps. ... und mehr
LIEBE LESERINNEN UND LESER, der Mai war zweifach äußerst bedenkenswert: „Habemus papam!“. Wir haben einen neuen Papst und einen neuen Bundeskanzler, wobei sich letzterer das Prädikat erst noch erarbeiten muss. Dass ist in die Welt gegangen und hat natürlich auch Kitzingen erreicht. Ich werde oft angesprochen zu Beiträgen im kirchlichen Kontext, fast immer zustimmend, da der Falter eine der wenige Publikationen ist, die solche Themen kontinuierlich veröffentlicht. Nebenher sehe ich mich als „gläubiger Atheist“, aber möchte in keiner Gesellschaft leben, in der z. B. die 10 Gebote der Kirche – auch als Basis aller wesentlichen demokratischen und humanistischen Grundgesetze weltweit – keine Rolle spielen. Deshalb veröffentlichen wir auch solche Beiträge. In diesem Zusammenhang ein großer Dank an die bereits langjährig engagierten Rita Engert und Josef Gerspitzer (S. 6 und 7). Der 1. Juni ist der Internationale Kindertag und wird heuer 100 Jahre. 1925 beschloss die Genfer Weltkonferenz diesen Tag zum Schutz der Kinder, um auf deren besonderen Bedürfnisse und speziell Kinderrechte aufmerksam zu machen. Leider ist er hier und heuer wenig bekannt (im Unterschied zum oft bierseligen Männertag). Leider auch macht die Stadt – die sich gern als kinderfreundlich apostrophiert – nicht besonders darauf aufmerksam. Deshalb danken wir expliziert der Stadtbücherei und der Buchhandlung Schöningh, dass sie daran erinnern (S. 4 und 5). Auch leider ist dieser Tag kein gesetzlicher Feiertag (im Gegensatz zu manch anderen fragwürdigen), die Eltern müssen zur Arbeit, die Kinder in die Schule. Heuer ist es ein Sonntag! Nutzen Sie – liebe Eltern, liebe Großeltern – diesen Tag mit Ihren Kleinen besonders, vielleicht bei entsprechenden Veranstaltungen beim Stadtfest, mit Vorlesen, einem Buch- und Spielgeschenk oder für eine besondere Freude. Eigentlich sollte jeder Tag auch Kindertag sein. In diesem Sinn und mit Ihren Kindern und Enkelkindern wünschen wir Ihnen einen frohen. erlebnisreichen, wunderbaren 1. Juni. Hier auch nochmals eine Bitte: Wir erhalten viele Zuschriften zu z. B. Terminankündigungen, Veranstaltungen usw., die leider zu spät ankommen. Bitte beachten Sie unsere Redaktionstermine (siehe Impressum S. 14). Ihr Volkmar Röhrig und Falter-Team
Kostenlos an Haushalte in Kitzingen, Punktvertrieb/Auslagestellen im gesamten Landkreis. www.stadtmagazin-kitzingen.com JUNI 2025 Der STADT- & KULTURMAGAZIN KITZINGEN Falter KITZINGER STADTFEST 30. MAI - 1. JUNI Bildrecht Stmv. GASTRONOMIE CATERING EVENTS BUSINESS-RÄUME BIERGARTEN Die neue Adresse für Genuss und Business in Kitzingen! 0HKU LP +HƯ Bildrecht Stmv
Wer schon einmal in dem kleinen, sehr einladenden Café in der Alten Burgstraße war, kommt immer gerne wieder. Frau Hasanoglou verwöhnt Sie gerne mit einer großen Auswahl an Kaffeespezialitäten, selbstgebackenen Kuchen sowie leckeren Crépes, süß und herzhaft, sowie frischen Waffeln und auch optisch sehr süßen Törtchen. Inh. Sorina Hasanoglu Alte Burgstraße 12 97318 Kitzingen Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag: 07.30 - 21.00 Uhr Samstag & Sonntag: 09.00 - 21.00 Uhr Fotos Günter Binner. PETIT CAFÉ KAISERSTRASSE: VR BANK KITZINGEN BÜHNE 11.30 Uhr Siegerehrung VR Bank Kitzingen Bonuslauf Kitzinger Stadtfest PLW YHUNDXIVR HQHP )DPLOLHQVRQQWDJ Ζ1 +2) LOUNGE (18-02 UHR): 63$5.$66( 0$Ζ1)5$1.(1 %+1( 19–23 Uhr Lost in Tunes [Funk, Soul, Pop, Hip-Hop] 23–02 Uhr DJ – SlideOne [Old-School Hip-Hop] MARKTPLATZ: /(%(16+Ζ/)( .Ζ7=Ζ1*(1 %+1( 18 Uhr Lebenshilfe Kitzingen 60 Jahre 18-19 Uhr Mosaik [Inklusionsband] 20-24 Uhr 3K¸QL[ IHDW 6WHɝ /LVW [Classic Rock] MARKTPLATZ: LKW KITZINGEN BÜHNE 13-14 Uhr Musik aus der Dose 14-17.30 Uhr InCounts [Evergreens] 20-24 Uhr Soul Alliance [Soul, Funk, Rock] Ζ1 +2) LOUNGE (18-02 UHR): SPARKASSE 0$Ζ1)5$1.(1 %+1( 18–19 Uhr ALLICA [Singer | Songwriter] 19–23 Uhr 4 Tex [Unplugged Pop & Rock] 23–02 Uhr DJ – Mike More & Danny Reebo [House Music] 95 %$1. .Ζ7=Ζ1*(1 %2186/$8) 10 Uhr 6WDUW DE 3DUNSODW] )HKUHU 11.30 Uhr Siegerehrung Bühne Kaiserstraße KAISERSTRASSE 11–16 Uhr Musikalisches Weißwurstfrühstück mit Melly Clyde )UHLWDJ Ȃ 8KU 6DPVWDJ Ȃ 8KU 6RQQWDJ Ȃ 8KU 0DL Ȃ -XQL )$0Ζ/Ζ(162117$* '(5 9(5.$8)62))(1( 62117$* $0 67$'7)(67 921 %Ζ6 8+5 0Ζ7 SPIELSTRASSE STADTSCHOPPEN AM SONNTAG 17:00-22:00 :(Ζ1*87 Ζ/0%$&+(5 +2) LIVE MUSIK DOUBLE ONE KAISERSTRASSE: BRAUEREI KESSELRING BÜHNE 18-19 Uhr Roxy Underground [Rock & Pop der 70/80er] 20-24 Uhr &URVVȴ UH [90er Rock, Metall, Party] KAISERSTRASSE: WECLAPP BÜHNE 13-14 Uhr Dragongym 14-15 Uhr KSC-Mustang Teakwondo 15-17 Uhr weclapp 17-18 Uhr KENDRICK ALEXANDER [dance.for.your.life] 20–24 Uhr King Size Cat – Rock, Pop, Charts KITZINGEN-KANNS.DE *OI 1FESP .BSUJOT .BSLUTUSBF ] 'BDFCPPL &JTDBGF $PSUJOB Genießen Sie unsere leckeren Eisspezialitäten! KITZINGER STADTFEST Seit 2007 gibt es das Fest. Zum Besuchermagneten hat es sich dank hochwertiger und abwechslungsreicher Programme sowie familienfreundlicher Preise entwickelt. Die durchschnittlichen Besucherzahlen liegen bei ca. 8.000 pro Tag. Insgesamt haben wir heuer 3 Bühnen, 13 Bands und 4 Vorführungen mit Hunderten Teilnehmern. Mit dem VR Bonuslauf – ein fester Bestandteil der Veranstaltung – haben wir über 5.000 Mitwirkende. Die Stadt unterstützt uns mit einer jährlichen Finanzierung und tatkräftige Hilfe leisten Herbert Müller, Hauptamt, sowie der gesamte Bauhof mit Stadtgärtnerei. Ohne Unterstützer und Sponsoren könnten wir die Veranstaltung nicht finanzieren, z. B. von LKW Kitzingen, Sparkasse Mainfranken, VR Bank Kitzingen, Kesselring Brauerei, weclapp. Ihnen und unseren sehr vielen ehrenamtlichen Helfern, z. B. im Ausschank oder beim Auf- und Abbau, ein großer, herzlicher Dank! Die Kosten für Organisation und Durchführung kann man schwer beziffern. Jährlich haben wir ein ca. 5-stelliges Defizit, welches der Verein jedoch gerne eingeht, um so eine tolle Veranstaltung für Stadt und Bürger zu realisieren. Einen Teil der Kosten können wir u. a. über den StadtSchoppen refinanzieren. Die Vorbereitungen für das Fest gehen über das ganze Jahr. CORTINA Hier türmen sich die leckeren Eisspezialitäten weit über die Ränder der einzelnen Behältnisse hinaus zu kleinen Eisbergen auf, und lassen dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die besondere Beliebtheit seiner Eisspezialitäten erklärt der Chef mit der Auswahl und Verwendung hochwertigster Zutaten. Pedro Martins, mit seiner Frau Mariola, und das ganze Cortina Team freuen sich darauf ihre Gäste jetzt auch wieder auf der Terrasse zu bedienen. Fortsetzung Seite 13 2 | DER FALTER JUNI 2025
Das Roxy Kino Kitzingen zeigt bis zu 120 Vorstellungen mit 15 und 20 besonderen handverlesene Filmen. Das gesamte Programm und die Möglichkeit, Tickets zu reservieren oder direkt zu kaufen, findet man auf www.dasroxy.de und in der „Roxy Kitzingen“ – App für Android und iOS. ROXY MONDSEE SOMMERKINO Zum dritten Mal – von Mittwoch, 16. bis Freitag, 18. Juli – findet in diesem Jahr ein großes OpenAir-Kino auf der Mondseeinsel statt. Webseite: www.sommerkino.dasroxy.de. Kontakt: Roxy Kitzingen eG, Thomas Most, E-Mail: sommerkino@dasroxy.de. Tel. 0163-30 28 444. Filmvorschau Mi 16.7.: TICKET INS PARADIES Vor 25 Jahren brachte das Schicksal Georgia (Julia Roberts) und David (George Clooney) zusammen und bescherte ihnen das größte Geschenk: Ihre Tochter Lily (Kaitlyn Dever). Die Ehe war nicht von Dauer, von einstigen Zuneigung ist nicht mehr viel übrig. Als Lily ihren Abschluss an der Universität von Chicago feiert, nehmen Georgia und David an der Zeremonie teil, begegnen sich also zwangsläufig. Lily reist anschließend nach Bali. Dort im Paradies lernt sie den Seegras-Farmer Gede (Maxime Bouttier) kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Per E-Mail teilt sie ihren Eltern mit, dass sie sich in einen Einheimischen verliebt hat und ihn heiraten will. Georgia und David reisen sofort auf die Insel, um ihre Tochter vom größten Fehler ihres Lebens abhalten wollen. Schließlich war Georgias und Davids Ehe das Schlimmste, was ihnen je passiert ist - oder doch nicht? Genre: Komödie, Romanze. Regie: Ol Parker. Do 17.7.: ALTER WEISSER MANN Heinz Hellmich (Jan Josef Liefers) droht nach seinen Fehltritten das berufliche Aus. Ein „alter weißer Mann“ soll er sein. Um das Gegenteil zu beweisen und den Job zu retten, lädt er seinen Chef und weitere Gäst*innen zu einer Dinnerparty mit seiner Familie ein. Der Zwang zum „perfekten“ Abend führt schon in der Vorbereitung zu Anspannung, zu Ärger, zu Streit. Deshalb wird es zwischen Heinz, seiner Frau Carla (Nadja Uhl), den Kindern und sogar Opa Georg (Friedrich von Thun) schnell ungemütlich. Trotzdem klappt am Ende alles irgendwie noch und die Party kann steigen. Was dann jedoch stattdessen passiert: Streit. Alte Konflikte werden wieder aufgewärmt, Vorwürfe fliegen kreuz und quer über den Tisch und nicht jede*r Gäst*in stand auf der Einladungsliste… Genre: Tragikomödie. Regie: Simon Verhoeven. Fr 18.7.: GIRL YOU KNOW IT’S TRUE Musikproduzent Frank Farian (Matthias Schweighöfer) tüftelt an seinem neusten Geniestreich. Dafür heuert er die bis dato gänzlich unbekannten Tänzer Rob Pilatus (Tijan Njie) aus Deutschland und Fab Morvan (Elan Ben Ali) aus Frankreich an. Aus den beiden formt Farian das Popduo Milli Vanilli – und der Plan geht auf. Kein Aufstieg in die Das aktuelle Programm immer in der Tasche: einfach den QR Code scannen und die Roxy Kitzingen-App aufs Handy installieren, fertig! höchsten Höhen der internationalen Charts scheint zu steil für Rob und Fab. Alleine in den USA reicht es dreimal für den Spitzenplatz. Sogar den bedeutendsten Preis der Musikbranche, den Grammy, gewinnt das Duo. Doch ein großes Geheimnis schwebt wie das Damoklesschwert über ihnen: Rob und Fab haben keine Sekunde selbst gesungen, sondern einfach nur ihre Lippen zum Gesang anderer bewegt und dabei gut ausgesehen. Als dies ans Licht gelangt, wird das Duo praktisch zum Abschuss freigegeben. Nur die eigentlichen Drahtzieher rund um Frank Farian, die stehlen sich heimlich davon... Genre: Biopic, Drama, Musik. Regie: Simon Verhoeven. Tickets: Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich und im Vorverkauf: Im Roxy Kino, Rosenberg 3 oder online: www.dasroxy.de. Eintrittspreis einheitlich 12 € p. P. Foto Annette Sarömba, Roxy Kitzingen eG. Sommerkino 2024 Auto Stier GbR Kfz-Meisterbetrieb Am Dreistock 2 | 97318 Kitzingen Tel. 09321-3909762 www. ford-stier-kitzingen.de Sebastian und Nadja Gernert Ford Vertragspartner Mobil: 0174/9573581 sebastian.gernert@autohaus-stier.de Neu- & Gebrauchtwagen, PKW- & Nutzfahrzeuge, Karosseriespezialbetrieb, Unfallinstandsetzung, Fahrzeuglackierung
LESEN? LESEN! FÜR JUNGE ENTDECKER, FORSCHER UND NATURFANS Mit Beginn der wärmeren Monate steigt auch die Lust, wieder mehr Zeit im Freien zu verbringen. Damit auch für Kinder der Aufenthalt draußen spannend und abwechslungsreich gestaltet werden kann sind in der Buchhandlung eine große Vielfalt an Bücher und Nonbooks erhältlich, die dazu einladen, Neues in der Natur zu entdecken. Naturrätselkarten und Bestimmungskarten speziell für Kinder ermöglichen unterhaltsame Spaziergänge. Die Bestimmungskarten „50 einheimische Wald-& Wildtiere“ enthalten zahlreiche Informationen, die die Bestimmung der einzelnen Tiere kinderleicht machen. Viel Wissen wird durch die Steckbriefe der verschiedenen Tierarten vermittelt. Die Quizfragen sorgen dafür, dass auch der Unterhaltungsaspekt Berücksichtigung findet. Durch das handliche Format sind die Karten ein idealer Begleiter für unterwegs. Es sind zudem Bestimmungskarten für andere Lebensräume erhältlich. „321 superschlaue Dinge, die du über die Natur wissen musst“ bietet verblüffende Tatsachen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Man findet Fakten über Frösche, Ameisen und Orangen und vieles mehr, die so nicht in jedem Lexikon stehen. Außergewöhnliche Illustrationen von Louize Perdieus runden die Informationen ab. Das Buch ist eine unterhaltsame Fundgrube für Leser von 11-99 Jahren. Der Band „Spinnen“ aus der neu gestalteten „Was ist was-Reihe“ ist nichts für Arachnophobiker, die also eine Phobie gegenüber Spinnen haben. Nervenstarken Lesern ab 8 Jahren bietet er jedoch eine Fülle von interessanten Informationen. Spinnen und ihre Verwandtschaft werden ausführlich beleuchtet. Die Nützlichkeit dieser Tiere und ihre besonderen Fähigkeiten wie Nachtsicht und Abseilen werden in spektakulären Bildern verdeutlicht. Gruselig schön! „Expedition Natur. Rätseln, Stickern, Bestimmen – Vögel“ bringt Kindern die einheimische Vogelwelt spielerisch nahe. Verschiedene Vogelarten werden in Porträts vorgestellt. Man macht dabei die Entdeckung, dass kleinere Vögel relativ alt werden können. Auch bei der Nahrung gibt es zwischen den verschiedenen Vogelarten große Unterschiede. Die Informationen werden durch die Sticker ergänzt und durch die Rätsel vertieft. Kinder ab 7 Jahren werden ihre Freude an dieser Reihe haben, in der zudem ein Insekten- sowie ein Blumenband erhältlich sind. „Expedition Natur – Der Garten“ ist ein Mitmachbuch, das eine Vielzahl an Gartenideen vereint. Einfache Beetideen lassen sich mit geringem Aufwand und ohne Vorkenntnisse in die Tat umsetzen. Der kleine Gärtner erfährt Wichtiges über Bodenkunde, es gibt kindgerecht aufbereitete Pflanzenporträts und auch ökologisches Gärtnern kommt nicht zu kurz. Ein praxisnahes Gartenbuch für Gärtner ab 8 Jahren. Aus der Reihe „Wieso, Weshalb, Warum – Vorlesegeschichten“ liegt seit diesem Frühjahr der Band „Was passiert in Wald und Wiese?“ vor. Kinder von 4-7 Jahren werden nach Brummelsby, einer Kleinstadt in Nordseenähe mitgenommen. In den kurzen, abgeschlossenen Geschichten werden die Abenteuer von vier Kindern erzählt. Ganz nebenbei wird Sachwissen vermittelt. Themen wie Wetter, Mehl und Krähen sind geschickt in Geschichten eingebettet. Der Text ist mit farbigen Illustrationen aufgelockert ist und eine Geschichte umfasst 8-10 Seiten. Die Vorlesezeit ist auch für nicht sehr geduldige Kinder nicht zu lang. Becherlupen, die in verschiedenen Größen erhältlich sind, geben Kindern die Gelegenheit, Krabbeltiere aus der Nähe zu beobachten. Durch die verschiedenen Vergrößerungen können Details in aller Ruhe studiert werden. Das Insekt kommt dabei nicht zu Schaden, wenn es behutsam behandelt wird. Die bei uns vorrätigen Kompasse, Karabiner, Multitools und Campingutensilien motivieren Kinder dazu ein, bei Outdoor-Aktivitäten ihre Fähigkeiten zu testen und zu erweitern. Auch Kinder und Jugendliche, die handwerklich interessiert sind, haben die Möglichkeit draußen einer interessanten Beschäftigung nachzugehen. Zum Trendthema "Schnitzen" haben wir eine Auswahl an Anleitungen und Zubehör vor Ort verfügbar. Ihre Amélie Evanschitzky, Buchhandlung Schöningh. Telefon 09332/8228 NEUE DUSCHE? Mit fugenlosen Wandplatten in 2–3 Tagen! Referenzbäder unter www.rieglerbad.de fällig? Plakette Dann am besten gleich zu DEKRA – Ihrem zuverlässigen Partner für Sicherheit rund um Ihr Fahrzeug. Ohne Voranmeldung. DEKRA Automobil GmbH Mainbernheimer Str. 97b 97318 Kitzingen Telefon 0931.270880 Neue Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr: 13 –17 Uhr Di, Do: 8 –12 Uhr dekra.de/kitzingen Unsere Öffnungszeiten: 4 | DER FALTER JUNI 2025
Donnerstag, 05.6. „Hilfe! Henris Bücherei in Gefahr“ ab 4 Jahren. Henris Bücherei soll geschlossen werden! Frau Büchli, die Bibliothekarin, sagt, nur ein magischer Drache kann sie retten. Henri und seine Freunde machen sich sofort auf die Suche, doch das ist gar nicht so einfach. Aufgrund des begrenzten Platzes in der Vorleseecke, wird dringend um Anmeldung gebeten, telefonisch 09321-201 930 oder per Mail buecherei@ stadt-kitzingen.de. Die Veranstaltungsreihe ist eine „Elternfreie-Zone“ ist. Wir bitten die Eltern also, den Kindern und Ehrenamtlichen Raum und Ruhe zu geben, damit die kleinen Zuhörer*innen sich ganz auf die Geschichte konzentrieren können. Eine Übersicht aller Aktionen findet Sie auch auf unserer Homepage: https://opac. winbiap.net/kitzingen/index.aspx?data=cGFnZUlkPTE4 Sheena Ulsamer, Leiterin Bücherei. STADTBÜCHEREI INTERNATIONALER KINDERTAG Auch wenn er im Alltag nicht so präsent ist wie Mutter- oder Vatertag – der „Internationale Kindertag“ am 01. Juni ist ein bedeutsames Datum. Kindern fehlen zumeist die großen Plattformen, um auf ihre Bedürfnisse und Rechte aufmerksam zu machen. Daher will der Tag Regierungen und die Gesellschaft dazu aufrufen, Verantwortung zu übernehmen und Bedingungen zu verbessern. Denn Kinder haben eigene Rechte auf Bildung, Schutz, Gesundheit, Freizeit und Mitbestimmung – auch wenn das vielen nicht bewusst ist. Neben den ernsten Themen soll der Tag natürlich vor allem ein Fest für Kinder sein – voller Freude, Spiel und Familienzeit. Um die Familienzeit sinnvoll zu gestaltet, können folgende Bücher Inspiration bieten. Liane Schneider: „Conni und der Weltkindertag“ Conni kennt viele Kinder und sie beschließt in den Ferien, jeden Tag ein anderes Kind zu besuchen. Sie erfährt dabei, dass Lars und Katjas Oma in Polen lebt und dass Alena genauso gerne reitet wie sie selbst. Conni bastelt Piñatas mit Jolanda und Laura, isst Falafeln bei Semire. Am Ende feiern alle zusammen den Weltkindertag! Margit Kleeman: „Das große Kinder-Wander-Erlebnis-Buch Franken“ Wer mit den Kindern nicht zuhause bleiben möchte, kann mit diesem Buch sechzig erlebnisreiche Wanderungen testen. Jede Tour wird ergänzt mit vielen Spielideen und Wissenswertes für Kinder. Franken ist Wanderland und hält besonders für Kinder eine Menge Überraschungen bereit. Michael König: „Escape Room for family“ Sinnvolle Zeit mit der ganzen Familie zu verbringen ist nicht immer einfach. Helfen könnte dieses Buch, das erklärt wie die eigenen vier Wände in einen „Escape Room“ verwandelt werden können. Ein Spiel, bei dem die kniffligen Rätsel nur gemeinsam gelöst werden können. Hilal Virit: „Miteinander sprechen – miteinander wachsen“ Dieser Ratgeber möchte Eltern dabei unterstützen, einfühlsam und auf Augenhöhe mit ihren Kindern zu kommunizieren. Mit vielen konkreten Formulierungsbeispielen wird gezeigt, wie wertvolle Gespräche entstehen können – und wie sich auch schwierige Situationen und Konflikte gemeinsam gut lösen lassen. Vorlesespaß in der Stadtbücherei Einer spannenden Geschichte zu lauschen ist etwas, was in jedem Alter Faszination weckt. Daher ist es der Kitzinger Bücherei wichtig, regelmäßig Vorleseangebote durchzuführen. Seit Jahren beliebt ist hierbei der „Vorlesespaß“. Wöchentlich wird im Rahmen dieses Programms ein Termin angeboten, bei dem ab 16 Uhr und für ca. 60 Minuten eine Bilderbuchgeschichte vorgelesen und im Anschluss kreativ umgesetzt wird. Dienstag, 27.5. „Genug gebrüllt, Löwe“ ab 4 Jahren. In der Savanne ist der Löwe der Bestimmer und sorgt mit lautem Brüllen dafür, dass seine Regeln eingehalten werden. Aber geht das vielleicht auch anders – mit Regeln für ein besseres Miteinander? Montag bis Sonntag 11 – 22 Uhr Dienstag 17 – 22 Uhr Warme Küche: 11:30 – 14:00 Uhr und 17:00 – 2 : 0 Uhr dazwischen Kaffee und Kuchen Marktbreiter Straße 20 97318 Kitzingen Telefon: 09321 - 382 7100 www.gaststaette-schieferturm.de KITZINGEN • SCHLEMMEN • GENIEßEN • ERLEBEN Restaurant Schiefer Turm Kitzingen Hier kommen Sie schon nach wenigen Minuten in Urlaubstimmung. In keinem Kitzinger Restaurant können Sie so direkt am (Main) Wasser sitzen, und dabei leckere fränkische Gerichte genießen. Ob für eine kurze Auszeit zwischendurch oder das gemütliche Mittag- oder Abendessen. Yvonne Luckert berät Sie auch gerne bei der Planung Ihrer privaten Feier oder Veranstaltung. SCHIEFER TURM
GEDANKEN ZUR ZEIT „BEI UNS LIEGT NICHT SO VIEL MÜLL RUM“ Dieser Ausspruch stammt von meiner Enkelin Victoria (5) bei einem Gang in die Kitzinger Innenstadt. Victoria wohnt mit ihren drei Geschwistern in Effeldorf. Wenn die Kinder bei uns zu Besuch sind, ist immer auch ein Stadtbesuch fällig. Es ist für sie eine Besonderheit, durch die Straßen zu bummeln, die Auslagen der Geschäfte anzuschauen, beim Bäcker und Metzger einzukaufen und schließlich – als Krönung – ein Eis zu schlecken. Das alles haben sie daheim im Dorf nicht so. Entsprechend aufmerksam schauen sie sich um. Der umherliegende Abfall auf unseren Straßen und Plätzen fiel ihnen besonders auf, denn das haben sie in ihrem Dorf auch nicht so. In der Tat ist es ein gewaltiges Problem in Kitzingen: Öffentliche Papierkörbe wurden weitgehend abgebaut, weil sie für die Entsorgung privaten Mülls missbraucht wurden. So werfen viele ihren Abfall kurzerhand dorthin, wo sie gerade stehen und gehen. Unsere Straßen und Gehsteige sind voll von Papier, Zigarettenkippen und -schachteln, Bäckertüten und den scheinbar unvermeidlichen „Coffee-to-go-Bechern“. Zu Letzterem: Was als Segen propagiert wurde, hat sich zunehmend zum Fluch für die Umwelt entwickelt. Jeden Tag fallen in Deutschland fast 8 Millionen Becher als Abfall an, der nicht recycelbar ist, weil die Becher innen beschichte sind, also verbrannt werden müssen. Noch schlimmer in der Stadt sind die Essensreste, die achtlos im Gebüsch oder am Gehwegrand „entsorgt“ werden! Wenn ich mit meinem Hund laufe, hat er ständig die Nase am Boden und blitzschnell irgendwas im Maul. Das reicht von eingewickelten Bonbons über halbe Schoko-Riegel bis Brötchen-, Pizza- oder Dönerresten. Ihm das abzunehmen ist schwierig und nicht besonders appetitlich. Ich ärgere mich sehr über dieses sorglose und dumme Verhalten vieler Leute. Nicht nur, weil manche Lebensmittel ungeeignet für Hunde sind, hinzukommt, dass sie – im wahrsten Sinne des Wortes – ein gefundenes Fressen für Ratten darstellen. Ein solches Verhalten nennt man „asozial“. Es ist gegen die Gesellschaft, gegen die Gemeinschaft der Stadt gerichtet. Die meisten Menschen werden ähnlich wie ich empfinden und sich an sauberen Straßen und Gehwegen erfreuen. Wie schön blüht und grünt zurzeit alles hier! Wie erfreuen wir uns an den leuchtenden Beetpflanzen und Blumenkübeln! Dieses schöne Gesamtbild wird empfindlich getrübt durch den herumliegenden Müll. Ebenso störend sind die Hundehaufen an Baumscheiben und auf Bürgersteigen. Die Hunde können nichts dafür, denn die „Herrchen“ müssen sich darum kümmern. Im Grunde eine Selbstverständlichkeit! Neuerdings findet man auch immer wieder Hundetüten mit Inhalt im Stadtgebiet – ebenso schwer erträglich! Mit unseren Enkelkindern habe ich mich beraten über den Grund für diese zunehmende Vermüllung. Sie meinten, das sei klar: Weil in Kitzingen viele Menschen leben, die sich nicht alle kennen, weiß ja niemand, wer diesen Abfall weggeworfen hat. In einer Dorfgemeinschaft kennt jeder jeden, da benimmt man sich anders. Das ist sicher ein Grund. Eine engmaschige Sozialkontrolle verhindert vermutlich manch schlechtes Benehmen. Ich denke aber auch, dass unser Anspruchsdenken und ein falsches Freiheitsverständnis eine Rolle spielen, im Sinne von: „Schließlich zahle ich (Hunde)Steuern, da kann ich mir das wohl erlauben“ oder „Ich bin ein freier Mensch, kann tun und lassen, was ich will.“ Auch unser Delegieren an Institutionen mag sich auswirken: „Dafür sind Müllabfuhr und Straßenfeger zuständig.“ Letztlich wird dabei vergessen, dass die Eigenverantwortung an erster Stelle steht und Freiheit immer an Grenzen stößt, wenn andere darunter leiden. Vielleicht zeigt aber auch unsere zunehmende Ungläubigkeit und Gottferne in diesem Zusammenhang Auswirkungen? Erinnern wir uns: Wer hat die Welt geschaffen? Nicht in 7 Tagen, aber wer hat den Anstoß gegeben für Millionen Jahre Entwicklung? Die Bibel ist ein kluges Buch, das sich an Lebenssinn und -wirklichkeit orientiert und sie uns in Bildern und Geschichten nahebringt. Da heißt es im Schöpfungsbericht: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ So wie uns Respekt und Anstand gebieten, die Arbeit und Kultur eines Mitmenschen sowie seine Lebensleistung zu achten, so müssen wir ebenso Gottes Schöpfung hochhalten und ehren. Und selbst ein Mensch ohne Gottesbezug, ohne Glauben – muss nicht auch er in ehrfürchtiges Staunen geraten angesichts dieses fein aufeinander abgestimmten Räderwerks der Natur? Wo eins ins andere greift, aufeinander angewiesen und abgestimmt ist, wo alles seinen Platz hat und seine Aufgabe. Vielen wird das erst jetzt bewusst, wo wir die lang prophezeiten Klimaveränderungen am eigenen Leib verspüren. Jetzt werden Sie vielleicht fragen, was der Müll in unserer Stadt und das Klima miteinander zu tun haben. Ich denke schon, dass es hier Zusammenhänge Firmlinge mit Geschwistern, Rast beim Müllsammeln. Foto Rita Engert. Es geht um eine Grundhaltung, es geht um Achtung, Respekt, um Demut und Ehrfurcht Geschmacksmustergeschützt, individuell und einzigartig! Neue Modelle, ausgefallene Steinsorten, tolle Kombinationen, für Sie entworfen und gefertigt. Stein & Design Brumme GmbH Buchbrunner Straße 38 97318 Kitzingen Telefon 09321 4887 Telefax 09321 9254277 grabstein-brumme@t-online.de „Wenn der Mensch den Menschen braucht...“ Wir sind 24 Std. für Sie erreichbar! Tel. 09324 99830 Bestattungen Glöggler Vorsorge – Beratung – Betreuung Ihr Bestattermeister Alfons Glöggler für Kitzingen und Umgebung Dettelbach · Luitpold-Baumann-Str. 12 6 | DER FALTER JUNI 2025
gibt: Es geht um eine Grundhaltung, es geht um Achtung, Respekt, um Demut und Ehrfurcht, gegenseitige Rücksichtnahme und es geht um Verantwortung. Auch hier gibt die Bibel eine Anweisung Gottes mit auf den Weg: Er segnete die ersten Menschen und sprach: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen… hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen…“ In diesen Worten kommt ein großes Vertrauen Gottes in die Fähigkeiten des Menschen zum Ausdruck, in seine Tatkraft, Einsicht und Vernunft. Wenn mir etwas anvertraut wird, erhalte ich eine Aufgabe, der ich gerecht werden muss, ich muss mich kümmern und sorgen, um das Anvertraute zu erhalten. Die Begriffe „unterwerfen“ und „herrschen“ sind in diesem Zusammenhang vielleicht nicht ganz glücklich gewählt, denn sie beinhalten eine Ober- und Unterordnung, die leicht zu Willkür und Missbrauch führen kann. Konkreter wird der Bibeltext wenige Zeilen später. Da heißt es: „Gott der Herr nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.“ Diese beiden Begriffe haben eine durchwegs positive Aussagekraft. Damit wird klar, was gemeint ist: Der Mensch kann die Erde nutzen, etwa den Boden bebauen für seine Nahrungsbedürfnisse. Dank seiner Fähigkeiten ist er dazu in der Lage. Er darf aber nicht zum willkürlichen Herrscher und Ausbeuter werden. Es ist eine große Verantwortung, die Gott dem Menschen überträgt als Hüter und Bewahrer seiner Schöpfung. Dafür wird er Rechenschaft ablegen müssen. In der Offenbarung des Johannes (Apokalypse) heißt es: „Da kam dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten: Die Zeit, deine Knechte zu belohnen… die Zeit, alle zu verderben, die die Erde verderben.“ Jahrhundertelang sah man hier keine Konflikte, aber die aufkommende Industrialisierung und neue Technologien brachten viele negative Auswirkungen: Luft- und Umweltverschmutzungen nahmen rasant zu. Der Sozialdarwinismus im 19. Jahrhundert (von dem sich Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, deutlich distanzierte) lehrte das Recht des Stärkeren, daraus folgten Profitgier, Gewinnmaximierung und rücksichtslose Ausbeutung. Anfangs waren Zusammenhänge nicht klar, später leugnete man sie einfach; die Warnungen von Forschern und Wissenschaftlern wurden nicht ernst genommen. Der zunehmende Atheismus und bedingungslose Fortschrittsgläubigkeit beschleunigten diese Entwicklungen. Immerhin verfassten die EKD (Evangelische Kirchen Deutschlands) und die Deutsche Bischofskonferenz bereits 1985 ein gemeinsames Papier, in dem sie die Gefahren für Mensch und Natur klar benannten. Auch zur Weltklima Konferenz in Dubai 2023 bezogen sie Stellung. Und mit Papst Franziskus erlangte die Welt einen steten Mahner für die Klima- und Umweltproblematik. Er wurde nicht müde, an die Verantwortung für „das gemeinsame Haus“, unsern Planeten, zu appellieren. Alles Große beginnt im Kleinen, heißt es. So machte ich mich auf den Weg mit Jugendlichen aus dem pastoralen Raum Kitzingen, die in diesem Jahr gefirmt werden, um Abfall auf unseren Straßen zu sammeln. Innerhalb einer Stunde waren zwei große Säcke gefüllt. Außerdem konnten sich die Sammler über 3 bis 4 € Pfandgeld für Dosen bzw. Flaschen freuen. Ein kühles Getränk zum Abschluss ließ die Laune steigen. So waren alle zufrieden mit der Sammelaktion. Und vielleicht sollten wir alle auch Umweltsündern, die wir treffen, mit klarer Zivilcourage begegnen, man muss ja nicht gleich mit Gott und Schöpfung argumentieren – der Verweis auf den normalen Menschenverstand hilft sicher schon etwas. Ihre Rita Engert, Pfarrgemeinde St. Johannes. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 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Franziskus hatte mit seinem einfachen Lebensstil und zahlreichen Reformen, die er zumindest angestoßen hatte, viele Sympathien geerntet und bei vielen neue Hoffnung auf eine neue katholische Kirche ausgelöst. Gleichzeitig die Furcht, dass ein neuer Papst alles wieder rückwärts drehen könnte. Im Vorfeld des Konklaves gab es hier auch klare Positionierungen von konservativer Seite, was bestimmte Kardinäle nach der Wahl ändern wollten. Dabei war immer davon die Rede, dass der Glaube und die Sakramente wieder mehr in die Mitte gerückt werden sollten. Überraschung und Sympathie. Am Donnerstagabend 8. Mai waren mit dem „Habemus papam“ auf dem Petersplatz in Rom und bei Fernsehzuschauern, auch hier, Überraschung und Aufatmen bei zahlreichen groß. Der eher unbekannte Amerikaner Kardinal Robert F. Prevost als neuer Papst Leo XIV. auf der Loggia, gekleidet im gewohnten päpstlichen Ornat (anders als Franziskus), aber er spricht herzlich und ermutigend zur Welt. Faszinierend seine Begrüßung „Der Friede sei mit euch allen!“ Dazu die Überraschung, dass der neue Papst nicht nur Amerikaner, sondern auch peruanischer Staatsbürger ist und über 30 Jahre in Peru gelebt und gewirkt hat, zuerst als einfacher Missionar, später als Bischof. Dann konnte man erfahren, dass er einige Jahre als Generaloberer des Augustinerordens, zu dem er schon lange gehörte, viele Länder und Regionen kennengelernt hat, auch das fränkische Land. Und viele Menschen im Kitzingen waren erleichtert, dass er damals von allen als ruhig, sachlich, vor allem sehr menschlich erlebt wurde, ein hervorragender Zuhörer. Das passt auch zu seinem überaus offenen Eindruck und seiner Absicht, bei allen künftigen Entscheidungen das Kardinalskollegium und die Bischofssynode sowie alle Gremien, auch der Laien! (nicht geweihte Kirchenmitglieder), mit einzubeziehen. Papst Leo XIV Bildrechte Diözöse Würzburg. Fortsetzung nächste Seite
Er will den synodalen Weg von Papst Franziskus weitergehen. In diesem Gesprächs- und Entscheidungsforum innerhalb der katholischen Kirche beraten und entscheiden Laien, Priester, Frauen und Männer gemeinsam über die Zukunft der Kirche. Die letzten beiden Jahre war der neue Papst Leiter der Bischofsbehörde im Vatikan, quasi der Personalabteilung der katholischen Weltkirche. So konnte er viele Länder und Personen kennen lernen, vor allem auch die Notleidenden in unserer Welt. Weiterführung von Papst Franziskus. Leo XIV. möchte das Werk seines Vorgängers Franziskus, gerade sein Engagement für die Armen und den Dialog unter den Menschen, weiterführen. Als großes Vorbild dient ihm sein Vorgänger Papst Leo XIII., der sich in seiner Amtszeit 1878 bis 1903 politisch stark für den Frieden eingesetzt und vor allem angesichts der großen sozialen Not der Industriearbeiter die kirchliche Soziallehre mit einer eigenen Enzyklika (Rundschreiben des Papstes an die Weltkirche) begründet hatte. Leo XIV. sieht Lösungen in Sachen Frieden und Soziales, was eng zusammenhängt, nur auf Augenhöhe und ermutigt alle miteinander, ins Gespräch zu kommen und so zu Brückenbauern zu werden. Hohe Erwartungen durch die persönliche Art. Faszinierend für viele Zuschauer und Zuhörer, auch im fränkischen Land, ist die freundliche offene Art des Kirchenmannes. Die Menschen trauen ihm mit seinen vielseitigen Erfahrungen, klaren, einfachen und energiegeladenen Worten und dem tiefen Glauben zu, dass er die vielfachen, nahezu unlösbaren politischen und auch innerkirchlichen Fragen gut angehen könne. Hohe Erwartungen haben die Menschen rund um Kitzingen an den neuen Papst auch in Sachen Beseitigung von großen Problemen aus Missbrauch und Gewalt, Hilfe und Verständnis für die Betroffenen. Viele wünschen sich dadurch ebenso eine neue Atmosphäre, in der auch schwer enttäuschte und durch Kirche verletzte Menschen wieder versöhnen können. Die Frauenfrage müsse wieder neu auf die Tagesordnung kommen, vielleicht in einem offenen synodalen Weg. Papst Franziskus hatte hier ja schon einiges angestoßen. Sorge treibt die Gläubigen um, dass wesentliche Fragen irgendwo stecken bleiben, weil auch ein Papst Leo XIV. möglicherweise die Macht vieler Interessengruppen vielleicht doch nicht ausreichend ausgleichen, ausbremsen kann. Bei seiner ersten Messe am Freitag 9. Mai mit den Kardinälen, die auch viele im Fernsehen gesehen haben, rief der Papst die zahlreichen Gläubigen und alle Mitarbeiter der Kirche auf, den christlichen Glauben aktiver zu leben und Zeugnis in ihrem Alltag zu geben. Letztlich könne die Erneuerung in Kirche und Gesellschaft nur aus dem christlichen Glauben heraus erfolgen. Diese Erneuerung aus dem Glauben heraus bleibt unsere Aufgabe, auch wenn sie in unserer aktuellen Gesellschaft schwierig erscheint. Als Christen können wir dafür auch beten. GESCHICHTE DES PAPSTTUMS Der Apostel Petrus hatte von Anfang an im Kreis der Jünger Jesu eine Vorrangstellung. Nach seinem Märtyrertod in Rom um das Jahr 64 bis 67 n. Chr. beanspruchten alle Bischöfe von Rom eine Vorrangstellung als „Primus inter pares“ (Erster unter Gleichen). Den Ehrentitel „Papst“ (Vater) gab es erst ab dem vierten Jahrhundert. Seit dem 5. Jahrhundert war dieser im Westen allein dem Bischof von Rom vorbehalten und setzte sich seit dem Frühmittelalter als „Kurzformel für den Inhaber des Petrusamtes“ durch. Schon die frühen Theologen beziehen sich beim Papstamt dabei auf Matthäus 16,18 „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen...“ Auch wenn diese Stelle theologisch sehr unterschiedlich gedeutet wird, so ist sie doch im Bewusstsein der frühen Kirche ein Beleg für den Bischof von Rom. Ausbau des Papsttums wegen starker Zunahme der Kirchenmitglieder. Aufgrund der Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Menschen bei den Christen, auch von Sklaven und Armen, sowie der Sorge um Kranke und Alte nahm schon in den ersten drei Jahrhunderten die Zahl der Gläubigen überdimensional zu. Kirchenordnung und Papstamt wurden ausgebaut trotz der anhaltenden blutigen Christenverfolgung durch den römischen Staat. Die Menschen waren auf der Suche nach einem neuen Leben in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und des Zerfalls des Römischen Reiches. Christliche Kirche wird Staatsreligion und Reichskirche. Mit Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert kam die Anerkennung der christlichen Kirche. Als konstantinische Wende wird die religiöse Entwicklung bezeichnet, die durch die von den römischen Kaisern Konstantin und Licinius im Jahr 313 erlassene Mailänder Vereinbarung (Toleranzedikt) eingeleitet wurde. In ihrem Verlauf gewann das Christentum an Einfluss im Römischen Reich und wurde schließlich im Jahr 380 zur Staatsreligion, etwas später dann auch zur Reichskirche erhoben, neben der andere Religionen (mit Ausnahme des Judentums) offiziell nicht mehr geduldet wurden. Kirche bekam immer mehr politische Macht, bis zur absolutistischen Welt im Mittelalter. Schwierige Zeit der Kirche für die Menschen im Mittelalter. Die Ausgestaltung des Papsttums erfolgte erst im Mittelalter, vorbereitet durch die Kirchenreformbewegung des 11. Jahrhunderts. Die Herrschaft über ein eigenes Territorium in Mittelitalien, den Kirchenstaat, ermöglichte den Päpsten eine unabhängigere politische Rolle, führte aber auch zu Konflikten mit anderen Herrschern wie den römisch-deutschen Kaisern und den Königen von Frankreich. Die Kreuzzüge 1099 bis ins 13. Jahrhundert und die Hexenverbrennungen zwischen 1450 bis 1750 sind Stichworte aus der schlimmen Zeit von Kirche und Papsttum. Der Papst ist unfehlbar. Ein großes Problem wurde beim Ersten Vatikanischen Konzil im Jahr 1870 das damals schon heiß diskutierte Dogma von der Unfehlbarkeit der Entscheidungen des Papstes. Dieses galt vom Text her zwar nur, wenn der Papst „ex cathedra“ (in seinem Amt als Lehrer aller Christen) spricht. Bis heute hat der Papst nur zwei Mal außerhalb eines Konzils davon Gebrauch gemacht. Im Kirchenvolk wurde durch entsprechende Unterrichtung und Predigt jedoch der Eindruck erweckt, dass alles aus Rom unfehlbar sei. Das hatte natürlich unabsehbare Folgen für viele Menschen und ihren Bezug zur Kirche – auch in jüngerer Zeit. Das zeigen auch die Kirchenaustrittszahlen bei uns. Zweites Vatikanisches Konzil mit einer umfassenden Öffnung. Eine neue Epoche begann 1959 mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (große Reformversammlung), ausgerufen von Papst Johannes XXIII, weitergeführt von Papst Paul VI. ab 1963 bis1965. Es kamen die Gottesdienste in der jeweiligen Landessprache und die Einführung des Volksaltars zur Gemeinde hin. Bis zu diesem Konzil galt die Lehre, dass die katholische Kirche die alleinige allgemeine Wahrheit habe. Nun gab es Verständnis und Entgegenkommen für die Ökumene mit der Evangelischen Kirche und mit anderen Religionen, die Zuerkennung wenigstens von Teilwahrheit. Es kam die sogenannte Kollegialität der Bischöfe. Unabhängig von ihrer jeweiligen Funktion haben alle Bischöfe und Weihbischöfe den gleichen Rang. Im Jahr 1965 kam dann auch die regelmäßige Bischofssynode als Ratsgremium des Papstes. Jeder Bischof ist in seiner Diözese für alle anstehenden Fragen alleine verantwortlich, nach Möglichkeit im Einvernehmen mit der nationalen Bischofskonferenz. Eine römische Erlaubnis war zunächst nur im Ausnahmefall erforderlich. Neuordnung des Papsttums – die Idee von einem ökumenischen Petrusamt. Eine völlig neue überraschende Idee kam dann Papst Johannes-Paul II, der bei dem Versuch, das Papstamt zu reformieren, 1995 eine ökumenische Öffnung zur Diskussion stellte mit dem damit verbundenen Machtverzicht unter der Überschrift „Ökumenisches Petrusamt“. Die meisten Verantwortlichen leisteten hier Widerstand wegen der im katholischen Kirchenrecht definierten Grundbedingungen für das Papstamt. Papst Franziskus verändert das Papsttum wesentlich. 2013 führte Papst Franziskus mit seiner Option für die Armen und die einfachen Menschen einen völlig neuen Führungsstil ein. Dafür musste er bis zuletzt mit vielen konservativen Gegnern in den eigenen Reihen und in der Weltkirche kämpfen. Franziskus wollte aber nicht „ex cathedra“ jeden Widerstand brechen, sondern im Gespräch mit allen nach Lösungen suchen. So konnte er sicher viele Dinge nur „anstoßen“, die Leo XIV. nun nach und nach aufgreifen wird und neu in den Dialog einsteigen will. Es wird aber möglicherweise Zeit brauchen in einer Weltkirche aus den verschiedensten Traditionen (z.B. im Umgang mit Frauen), aber auch vielen Reformbewegungen in der ganzen Welt. Solidarität und Gebet für den neuen Papst. Das Brückenbauen und das zuhörende Gespräch von Leo XIV. könnte unser aller Alltag werden, unabhängig von der formalen Kirchlichkeit mit Unterstützung in Gebet und Solidarität. Josef Gerspitzer, Vorsitzender Rat im Pastoralen Raum Kitzingen. 8 | DER FALTER JUNI 2025
Der ehemalige Felsenkeller in Hohenfeld „lebt“ wieder! Und das wie nie zuvor! In kürzester Zeit hat Bhupinder Singh mit seinem Restaurant Bella Tandoori den ehemaligen Felsenkeller, der sich weithin sichtbar auf der Anhöhe in Hohenfeld befindet, neues Leben eingehaucht. Herr Singh hat schon in verschiedenen Ländern kulinarische Erfahrungen gesammelt. Zuletzt in Italien. Dann kam er nach Kitzingen, um mit seinem Bella Vista ein italienisches Restaurant zu eröffnen. Damit machte er bereits viele Gäste glücklich. Viele fragten aber auch immer wieder, ob er nicht auch Gerichte aus seiner indischen Heimat anbieten wolle. Daraufhin nahm er zusätzlich einzelne indische Gerichte mit auf die Karte. Der Erfolg war so enorm, dass Bhupinder Singh nun sein Bella Vista in Bella Tandoori umbenannt hat. Inzwischen gibt es viele Stammkunden und auch viele Gäste aus dem weiteren Umland die seine jetzt große Auswahl an indischen Gerichten lieben. Natürlich kommen auch die Freunde der italienischen Küche weiter auf Ihre Kosten. Lassen Sie sich von Familie Singh-Kaur mit köstlichen indischen und internationalen Spezialitäten, und einem einmaligen Blick auf den Main und Kitzingen verwöhnen. Bei schönem Wetter auf der wunderschönen großen Terrasse. Aber auch von Innen kann man den herrlichen Blick genießen. Am besten probieren Sie es bald einmal aus oder Reservieren Sie doch gleich für Ihre Familien – oder Firmenfeier. Felsenkellerweg 35 97318 HOHENFELD/KITZINGEN Tel: 09321/14 09 325 Tel: 09321/14 09 975 Mobil: 0176/70 60 24 75 bellatandoori.felsenkellerweg@gmail.com Öffnungszeiten: Dienstag-Donnerstag von 11.00-14.30 Uhr und 16.30-22.00 Uhr Freitag, Samstag, Sonntag u. Feiertage von 11.00-22 .00 Uhr Montag Ruhetag Die besten indischen Gerichte Online bestellen www.bella-vista-felsenkellerweg.de
RECHT Steuern bei Erbe und Schenkung EIGENTLICH GAR NICHT SO KOMPLIZIERT Wenn man Immobilien oder sonstige Vermögenswerte verschenkt, kann „Schenkungsteuer“ entstehen. Weitgehend unbekannt ist, dass diese Steuer genau im gleichen Gesetz geregelt ist wie die Erbschaftsteuer, im „Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz“. Zudem sind die Regelungen und die Steuersätze in beiden Fällen identisch. Daher macht es – steuerlich – keinen Unterschied, ob etwas an die Kinder zu Lebzeiten verschenkt oder nach dem Tod vererbt wird. Die Erbschaftsteuer ist abhängig von dem Wert des vererbten Vermögens. Das Steueraufkommen steigt ständig an. Das liegt an den Erhöhungen der Steuersätze, aber auch daran, dass die vererbten Vermögen immer größer werden. Gerade im Bereich der Immobilien ist die Preissteigerung der letzten Jahre ein westlicher Faktor der Werterhöhung. Rechtlich ist die Vorstellung des Gesetzgebers die, dass eine „Konzentration zu großer Vermögen“ in den Händen weniger vermieden werden soll. Ob dieser deklarierte Gesetzeszweck tatsächlich erreicht wird, ist umstritten. Die Steuer greift teilweise ab einem Betrag von 20.000 € ein. Daher schreiben kritische Stimmen diese beständig steigenden Steuern auch dem immer größer werdenden Finanzbedarf der Bundesländer zu – denn diese, nicht der Bund, erhalten gemäß Art. 106 Abs. 2 Grundgesetz die Steuern. Das Finanzamt erfährt von jeder Übertragung des Vermögens und prüft stets, ob Steuer entsteht. Immobilienübertragungen etwa sind nur notariell möglich – und die Notare sind verpflichtet, dem Finanzamt binnen zwei Wochen Mitteilung zu machen, wenn hierdurch Steuern entstehen können. Im Todesfall melden Banken und Versicherungen die jeweiligen Kontenstände, Depots und Schließfächer an die Finanzbehörden. Die Steuer wird durch Steuerbescheid der Finanzämter festgesetzt. Vorher wird der Empfänger zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert. Stichtag für die Bewertung des übertragenen Vermögens ist der Zeitpunkt der Übertragung (bei Schenkungen) bzw. der Todeszeitpunkt (bei Erbe). Steuerpflichtig ist der Erbe bzw. der Beschenkte. Doch nun zur entscheidenden Frage: Wie hoch ist die Steuer denn? Dies zu beantworten bedarf dreier Schritte: Ermittlung (1) der Steuerklasse, (2) der Freibeträge und (3) des Werts des steuerpflichtigen Erwerbs. Zunächst gilt zu prüfen, in welche Steuerklasse der Empfänger fällt Steuerklasse I: Ehegatten, Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern Steuerklasse II: Geschwister, Nichten und Neffen, Schwiegereltern Steuerklasse III: Alle Anderen Freibeträge stehen alle 10 Jahre neu zur Verfügung. Daher ist es (jedenfalls steuerlich) sinnvoll, schon zu Lebezeiten Vermögen zu übertragen – dies bitte jedoch immer erst nach sorgfältiger Prüfung und anwaltlicher Beratung. Erbe Steuerfreibetrag Ehegatte 500.000,00 EUR Kinder 400.000,00 EUR Enkel (wenn deren Eltern vorverstorben sind) 400.000,00 EUR Enkel 200.000,00 EUR Eltern, Urenkel 100.000,00 EUR Alle Anderen 20.000,00 EUR Der Wert des steuerpflichtigen Erwerbs (der Schenkung oder des Erbes) bestimmt sich schließlich nach Abzug der Freibeträge. Zur Bewertung gab es früher noch „Schonbeträge“ für gewisse schützenswerte Vermögenswerte. So wurde etwa bis 2008 eine Immobilie noch nicht in voller Höhe angesetzt, da es der Wille des früheren Gesetzgebers war, Immobilien vererben zu können, ohne hierfür hohe Geldbeträge an den Fiskus bezahlen zu müssen. So waren z. B. bebaute Grundstücke nur mit dem „Bedarfswert“, also mit Abschlägen von rund 50% anzusetzen. So blieben Immobilien häufig ohne steuerliche Belastung „in der Familie“. Das hat sich geändert. Jetzt werden Immobilien, mit wenigen Ausnahmen, mit dem Verkehrswert – letztlich dem Marktwert – angesetzt. Einige weitere Ausnahmen bestehen, wie etwa die steuerfreie Übertragung des Familienwohnheims an Ehegatten oder Kinder bzw. Freibeträge für Hausrat etc. Im Übrigen jedoch wird alles was man verschenkt oder vererbt, besteuert wie folgt: Wert Steuerklasse I II III 75.000,00 EUR 7% 15% 30% 300.000,00 EUR 11% 20% 30% 600.000,00 EUR 15% 25% 30% 6 Millionen EUR 19% 30% 30% 13 Millionen EUR 23% 35% 50% 26 Millionen EUR 27% 40% 50% Mehr als 26 Millionen EUR 30% 43% 50% Dr. Eckard L. Pongratz, Rechtsanwalt. <ŝƚnjŝŶŐĞŶ tƺƌnjďƵƌŐ dĂƵďĞƌďŝƐĐŚŽĨƐŚĞŝŵ ĐŽŶŶĞ<d ϭϮ͕ ϵϳϯϭϴ <ŝƚnjŝŶŐĞŶ dĞůĞĨŽŶ ϬϵϯϮϭ ϵϭϴϮͲϬ͕ ǁǁǁ͘ ŚƐƉͲŬĂŶnjůĞŝ͘ ĐŽŵ Standort Kitzingen suchen wir Steuerfachangestellte (m/w/d) Bilanzbuchhalter (m/w/d) Steuerberater/in (m/w/d) in Vollzeit. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! www.hsp-kanzlei.com/jobs E-Mail: info@hsp-kanzlei.com Zur Verstä rkung unseres Teams und zur weiteren Expansion für unseren 10 | DER FALTER JUNI 2025
VON SPARGEL ÜBER ERDBEEREN BIS TRÜFFELN Betritt man durch die offene Hoftür den Betrieb der Familie Neubert in Kaltensondheim, steht man sofort in einem Bauernanwesen mit historisch gewachsenen Charme. Jochen und Caro Neubert bewirtschaften diesen Landhof in 5. Generation. 1997 wurde hier erstmals Spargel kultiviert. Da die Nachfrage danach von Jahr zu Jahr stieg, wurde das edle Gemüse zu einem festen Bestandteil und das ehemalige Kerngeschäft, die Bullenmast, immer weniger. Inzwischen bauen die Neuberts auf 25 Hektar hochwertigen Spargel an, vom Hektar werden durchschnittlich ca. 8 Tonnen geerntet. 2013 wurden dann Erdbeeren in die Produktion aufgenommen. Auch deren Anbaufläche rund um Kaltensondheim wurde stetig vergrößert. Generell denken die Neuberts laufend über Novitäten und Alternativen nach, um mit neuen Produkten ihre Angebote zu bereichern und Nachfragen zu bedienen. So kamen 2016 die Trüffeln dazu. Diese Köstlichkeit hat längst zahlreiche Verehrer gefunden, die deren aromatische Würze schätzen. Sie bereichert, verfeinert einzigartig viele Speisen. Die Neuberts pflanzten mit Tüffelsporen geimpfte Bäume, inzwischen sind es ca. 700 – und warteten, warteten... 2021 konnten die ersten Trüffeln geerntet werden. Hierzu ist ihr Labrador Lou unerlässlich, der – speziell trainiert – die unterirdisch gedeihenden Pilze aufspürt. Caro Neubert berät sie gern im Hofladen auch zu Trüffeln. Daneben betreibt der Betrieb noch klassischen Ackerbau. Zu den Hauptfrüchten gehören z. B. Zuckerrüben, verschiedenen Getreidearten, Sonnenblumen und Sojabohnen. Die Neuberts sind Direktvermarkter, beliefern z. B. die Gastronomie. Im eigenen Hofladen werden zudem Gurken, Tomaten, Salate, Kartoffel, Äpfel, Hausmacher Wurst, Franken-Weine, eigens hergestellte Fruchtaufstriche und Fruchtgetränke mit und ohne Alkohol, Sauce Hollandaise, Nudeln, Eier, Mehle und mehr verkauft. Alles frische und regionale Produkte, das schmeckt man! Spargel und Erdbeeren finden Sie auch z. B. an den Verkaufsständen in Kitzingen/Rewe Markt, Dagmar-Voßkühler-Straße 8, auf dem Grünen Markt in Kitzingen und bei Sachs Elektrotechnik/Dettelbach, Sandweg 2. Aber ein Besuch und Einkauf im Hofladen lohnt unbedingt! Hofladen, Ausschnitt (oben). Jochen und Caro Neubert mit Henry und Jule. Hund Lou mit gefundenem Trüffel. Frische Trüffeln (unten rechts). MITTEILUNGEN DER STADTVERWALTUNG Bilanz - Die Berufsinformationstage Start in die Zukunft! Strahlende Gesichter an den mehr als 100 Ständen: 1320 Schülerinnen und Schüler bevölkerten die BIT im Innopark. Von einer „Wahnsinns-Zukunftsbörse für Stadt und Landkreis Kitzingen“ sprach der Koordinator des Arbeitskreises, Sven Kelber von der AOK. Zusammen mit Stadt und Landkreis werden die Berufsinformationstage seit 2020 ausgerichtet. Von einst 60 Betrieben, Behörden und Institutionen hat sich die Zahl der Aussteller in diesem Jahr zum ersten Mal über 100 gesteigert. „Und wir hatten noch weitere Anfragen“, berichtete Kelber. Im kommenden Jahr soll sich die BIT deshalb noch einmal vergrößern. „Die Planungen laufen schon“, sagt er und dankt dem Betriebsleiter des Innoparks, Michael Klos. Der stelle das ideale Gelände für die Berufsinformationstage zur Verfügung, die mittlerweile schon als Leistungsschau für Stadt und Landkreis bezeichnet werden könnten. 177 Ausbildungsberufe und 84 duale Studiengänge wurden auf der zweitägigen Veranstaltung in drei großen Zelten, der Innopark-Arena und auf dem Außengelände präsentiert. „Ich erkenne in diesen Tagen mein eigenes Gelände nicht mehr“, meinte Innopark-Betriebsleiter Michael Klos. Die BIT ist für ihn schlicht und einfach „atemberaubend.“ Als großen Erfolg bezeichnete Oberbürgermeister Stefan Güntner die BIT. Gerne stellte er dafür auch zehn Mitarbeiter des Bauhofs für den mehrtägigen Aufbau zur Verfügung. Landrätin Tamara Bischof erinnerte an die Intention der BIT, Ausbildungsbetriebe und junge Menschen zusammenzubringen. „Wir alle brauchen gute Fachkräfte für die Zukunft“, sagte sie. „Hier können sie gefunden werden.“ Tatsächlich waren alle Stände am Freitag, 9. Mai, von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr gut besucht, die Schülerinnen und Schüler suchten dort das Gespräch mit den Ansprechpartnern der Betriebe, Institutionen und Schulen und ließen sich mögliche Ausbildungswege aufzeigen. Der zweite Tag bot – wie immer – die Gelegenheit für vertiefende Informationen. Viele Jugendliche kamen mit ihren Eltern, um sich gezielt und ausführlich mit den Ansprechpartnern abzustimmen. Die Mitglieder des Arbeitskreises (Stadt und Landkreis Kitzingen, Sven Kelber von der AOK, die IHK und Handwerkskammer) zeigten sich mit der BIT Kitzingen 2025 sehr zufrieden. Positive Rückmeldungen gab es sowohl von den Ausstellern, als auch von den Schulen und den Gastgebern im Innopark. „So kann es weitergehen“, kommentierte Sven Kelber. Das Kitzinger Kanzel-Rätsel Im städtischen Museum sind einige Raritäten gesammelt worden. Woher sie stammen und welche Geschichte sie erzählen können, ist nicht immer klar. Bei einer prachtvollen Kanzel rätseln Caroline Wirsing und Daniela Kühnel, die sich zusammen mit einem Experten-Team mit der Profilschärfung des Museumsbestandes beschäftigen, schon länger. Recherchen bei der Diözese in Würzburg und im Städtischen Archiv von Kitzingen haben letztendlich keine Klarheit erbracht. Die Kanzel stammt offensichtlich aus dem 18. Jahrhundert, ob sie früher in einer Kirche oder in einem Kloster stand, ist jedoch ungeklärt. „Deswegen geben wir die Frage gerne an die Bevölkerung weiter“, sagt Caroline Wirsing. Wer also etwas Entscheidendes zum Kitzinger Kanzel-Rätsel beitragen kann, der meldet sich bitte bei Caroline Wirsing: Mail: caroline.wirsing@stadtkitzingen.de oder Tel. 0173/19 70 688. Diese Kanzel steht im städtischen Museum Kitzingen. Über ihren Ursprung ist wenig bekannt. Sachdienliche Hinweise sind willkommen. Foto Caroline Wirsing. Fotos Neubert. 11 | DER FALTER JUNI 2025
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