Falter Der STADT- & KULTURMAGAZIN KITZINGEN AUS DEM INHALT: Die neue Sickergrundhalle Bücher & Lesen Roxy Kino – Vorschau Gastronomische Entdeckung Schutzpatrone Gedanken zur Zeit Recht im Alltag
LIEBE LESERINNEN UND LESER, als ein „Juwel“ bezeichnet OB Stefan Güntner die neue Sickergrundhalle für Kitzingen und die Region im Titelbeitrag dieser Ausgabe. Und sie ist es tatsächlich und viel mehr –landesweitweit und bis ins Ausland: Selbst Internationale Delegationen wirkten bei der Neueröffnung mit. Es war ein Fest für Vereine, Verbände, Schulen, generell für Sport, Freizeit, Veranstaltungen und vieles mehr. Anfangs war nur eine Dachreparatur geplant, aber die Bauuntersuchungen stellten erhebliche Mängel und Verschleiße nach 40 Jahren intensiver Nutzung fest. Auch wurden zwingende Modernisierungen notwendig. Folglich beschloss die Stadt eine Generalsanierung, die allerdings eine erhebliche Investitionssumme erforderte. Deshalb bat der Falter René Müller von der beauftragten Firma Roth + Partner Architekten, in seinem Beitrag vor allem auf das große Spektrum der von vielen Firmen ausgeführten Arbeiten mittels Text und Bildern einzugehen. Denn wer nach Fertigstellung die Halle in Augenschein nimmt oder nutzt, kann kaum ermessen, wie viele Vor- und Zuarbeiten notwendig waren. Vieles davon verbirgt sich jetzt unter Böden, in Decken und hinter Wänden, war aber zwingend notwendig, um einen optimalen Sport- und Freizeitbetrieb zu gewährleisten. Die neue Sickergrundhalle ist ein Ort für Sport und Freizeit geworden, der – um den OB nochmals zu zitieren – Menschen aller Generationen, Geschlechter und Nationen verbindet. Dafür sei allen Mitwirkenden, Gewerken und Verantwortlichen für Ihre Arbeit und ihr Engagement gedankt. Viel attraktive Kultur und Erlebenswertes bietet die Stadt. Unsere besonderen Empfehlungen: Der schalkhaft-übermütige kleine Kobold Pumuckl geistert über die Roxy-Leinwand mit der unvergesslich prägnanten Stimme des großen Hans Clarin (mittels KI verwandelt). Der Film ist ein toller Spaß für die ganze Familie! Die Kult-Veranstaltung „Frech-Fromm-Fränkisch“ wird heuer sicher wieder die Rathaushalle bis auf den letzten Platz füllen. Und nicht zuletzt findet im historischen Sitzungssaal eine ganz besondere Buchvorstellung statt, der auch jugendliches Publikum zu wünschen ist (siehe S. 17). Erleben Sie also gute Zeiten! Ihr Volkmar Röhrig und Falter-Team
Kostenlos an Haushalte in Kitzingen, Punktvertrieb/Auslagestellen im gesamten Landkreis. www.stadtmagazin-kitzingen.com OKT./NOV. 2025 Der STADT- & KULTURMAGAZIN KITZINGEN Falter DIE NEUE SICKERGRUNDHALLE Ein Juwel für Sport und Freizeit Alle Fotos: Bildrechte Roth + Partner Architekten. Der neue, transparente Eingangsbereich nach Fertigstellung. Neben dem Schulsport und dem städtischen Vereinssport kann die Sporthalle mit den angrenzenden Freiflächen eine überregionale Bedeutung gewinnen. GASTRONOMIE CATERING EVENTS BUSINESS-RÄUME BIERGARTEN Die neue Adresse für Genuss und Business in Kitzingen!
Interesse geweckt? Dann melde dich ganz unkompliziert bei uns: info@galabau-gossmann.de 0173 7279847 GaLaBau Goßmann GmbH Dettelbach Komm vorbei, ruf an oder schick uns einfach eine kurze Mail – wir freuen uns auf dich! Für Vorarbeiter (m/w/d): • Du übernimmst Verantwortung, kannst ein Team führen und willst deine Erfahrung einbringen? Bei uns bekommst du den Freiraum und die Unterstützung, die du brauchst. Wer wir sind: Ein junges, motiviertes Team im Garten- und Landschaftsbau – mit Sitz in Dettelbach, viel Herzblut für unser Handwerk und richtig guter Technik. Wir gestalten Außenanlagen, pflastern Wege, pflanzen Gärten und bewegen Erde – kurz: Wir machen’s schön. Was dich bei uns erwartet: + Freitag im Wechsel frei: Eine Woche voll, die nächste mit langem Wochenende + Eigenes Firmenfahrzeug (auch zur privaten Nutzung möglich) + Moderner Maschinenpark – gut ausgestattet, breit aufgestellt + Faire Bezahlung – orientiert an den Tariflöhnen + Abwechslungsreiche Projekte – privat, gewerblich, öffentlich + Flache Hierarchien & kurze Wege – bei uns redet man miteinander + Ein Team, das zusammenhält – jung, unkompliziert, motiviert + Regionale Baustellen – keine Montage Was du mitbringen solltest: • Ausbildung oder Erfahrung im Garten- und Landschaftsbau • Spaß an Maschinen, Handwerk und draußen sein • Eigenverantwortung, Teamgeist und Zuverlässigkeit • Führerschein Klasse B (BE oder C1E von Vorteil – besonders für Vorarbeiter) GaLaBau Goßmann GmbH – Dettelbach Baggern. Pflanzen. Gestalten. Mit uns. Facharbeiter & Vorarbeiter (m/w/d) im Garten- und Landschaftsbau gesucht
DIE NEUE SICKERGRUND-HALLE Sport verbindet. Ein Grund, warum ich glücklich bin, dass die Sickergrundhalle am 22. September nach fast dreijähriger Renovierungsarbeit wieder geöffnet hat. Beim großen Sportfest zur Wiedereröffnung hat sich auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass Sport Menschen aller Generationen, Geschlechter und Nationen verbindet. Vor fast zehn Jahren sind Schäden am Dach der Halle festgestellt worden. Bei den folgenden intensiven Untersuchungen hat man gemerkt, dass auch andere Bereiche und Gewerke wie die Umkleideräume oder die Heizungsanlage nicht mehr auf dem neuesten Stand waren. Der Beschluss für eine Generalsanierung fiel Ende 2016, die Sanierung des Hallendaches ist vorgezogen worden und bereits 2017 erfolgt. Zusammen mit der Brandschutz-Thematik und dem Bedürfnis nach einem barrierefreien Zugang hat man sich schließlich für eine Generalsanierung entschieden und dabei unter anderem vier neue Sitzplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und eine energetische Sanierung angestoßen und umgesetzt. Diese Entscheidung hat zwar eine längere Schließung der Halle nötig gemacht, war aber allemal besser, als eine „Baustelle“ nach der anderen abzuarbeiten. Nach mehr als 40 Jahren intensiver Nutzung war die Halle schlichtweg in die Jahre gekommen. Dutzende Vereine aus Kitzingen mit all seinen Ortsteilen waren zur Wiedereröffnung beim Sportfest vertreten. Aus unseren Partnerstädten Trebnitz (Polen) und Prades (Frankreich) waren Gruppen angereist, um mit uns zu feiern. Aus Trebnitz eine Mädchen-Volleyballmannschaft, aus Prades passionierte Boule-Spieler. Organisationen wie das Bayerische Rote Kreuz, die Wasserwacht oder der Kreisjugendring nutzten die Gelegenheit, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Den ganzen Tag lang war etwas geboten für die zahlreichen Neugierigen: Bowling, Fußball, Dart, Taekwondo, Basketball, Kegeln, Rudern, Stabhochsprung, Hürdenlauf, Weitsprung oder auch Kraftsport im neu errichteten Anbau, in dem der Kitzinger Kraftsportverein seine Heimat gefunden hat: Fortsetzung nächste Seite Alle inserierenden Firmen zu diesem Beitrag waren oder sind noch am Bau beteiligt. Großer Dank für ihre zügigen und effektiven Arbeiten. Abbruch alter Fliesenbeläge. Bohrgerät für Mikrobohrpfähle. Abtransport der Abbruchmaterialien aus der Sporthalle mit einem Minibagger. Obere Enden der Stahlverstärkungen der Mikrobohrpfähle. 3 | DER FALTER SEPTEMBER 2025
Alle erdenklichen Sportarten waren vertreten. Auf dem nahegelegenen Bikepark sausten Jugendliche über die Rampen, beim Behörden-Fußballturnier traten Polizei, Finanzamt und Rathaus-Mitarbeiter im friedlichen Wettstreit gegeneinander an. Den Abschluss bildeten zwei Handball-Pflichtspiele der Damen beziehungsweise Herren. Am Ende des Tages hat es aus meiner Sicht nur Sieger gegeben, weil jeder etwas für seine Gesundheit getan hat und darüber hinaus auch noch schöne Begegnungen und spannende Wettbewerbe erleben durfte. Die Sickergrundhalle ist ein neues sportliches Juwel in und für Kitzingen geworden. Schülerinnen und Schüler der Siedlungs-Grundschule werden hier genauso ihre sportliche Heimat finden wie die Seniorensportler des Kraftsportvereins. Dank eines Aufzuges kommen nun auch Menschen mit Behinderung in den Genuss von Sportveranstaltungen und finden auf der Tribüne Plätze, die extra für sie angelegt wurden. Selbst an den Natur- und Artenschutz haben wir bei der Generalsanierung gedacht und 42 neue Fledermauskästen für die seltenen Populationen von Braunem Langohr oder Großem Mausohr in der Fassade angebracht. So gesehen ist die generalsanierte Sickergrundhalle sogar ein Ort, an dem sich Menschen und Tiere entfalten und wohlfühlen werden. Kosten und Förderungen: Aktueller Stand. Die Kosten liegen aktuell bei rund 18,9 Millionen €, noch sind aber nicht alle Gewerke abgerechnet. Die Baumaßnahme wird durch den kommunalen Finanzausgleich (FAG) gefördert. Bei Berücksichtigung des Fördersatzes von 60 % der zuweisungsfähigen Kosten errechnet sich eine voraussichtliche Gesamtzuweisung in Höhe von rund 3.346.000 €. Außerdem erhält die Stadt Kitzingen Fördergelder aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude-Einzelmaßnahmen der BAFA. Eine Fördersumme in Höhe von rund 740.000,00 € wurde in Aussicht gestellt. Ihr Stefan Güntner Oberbürgermeister Kitzingen. AMBITIONIERTES PROJEKT MIT HERAUSFORDERUNGEN Im Jahr 2017 wurde unser Büro Roth und Partner Architekten mit den Planungen für die Dreifachsporthalle beauftragt. Bereits bei der Bestandsaufnahme zeigte sich deutlich die Notwendigkeit einer umfassenden Generalsanierung. Viele Oberflächen waren stark abgenutzt; insbesondere der Sportboden und die Sportgeräte mussten dringend erneuert werden – was nach einer Nutzungsdauer von nahezu 40 Jahren auch zu erwarten war. Gleiches galt für die Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik sowie die sanitären Anlagen. Die vorhandene Ausstattung, etwa Duschköpfe direkt über den Waschtischen, entsprach nicht mehr den heutigen Standards. Auch der bauliche Brandschutz entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Farbgebung der Halle mit dunklen Braun-, Grün- und Rottönen war typisch für die 1980er-Jahre – insgesamt wirkte alles dunkel und in die Jahre gekommen. Schon bei den ersten Begehungen wurde daher ein zentrales Entwurfsziel deutlich: Die neuen Räume sollten deutlich heller, freundlicher und einladender gestaltet werden. Im Zentrum unseres Entwurfs steht das neue Foyer – ein deutlich wahrnehmbarer, einladender Eingangsbereich, der dem Gebäude ein modernes und offenes Gesicht verleiht. Großzügige Glasflächen sorgen für Transparenz und Tageslicht, wodurch bereits beim Betreten ein freundliches, helles RaumMarkgrafenstraße 15 • 97318 Kitzingen-Sickershausen 09321/33688 • info@maler-und-verputzer.de Albertshofener Str. 41 D-97337 Dettelbach/Mainsondheim Tel.: 0 93 24 - 97 89 09 - 0 Mobil: 0171 - 175 56 51 Mail: kontakt@metallbau-schiffler.de www.metallbau-schiffler.de Raumgerüst für die Deckenarbeiten in der Sporthalle. Unzählige Latten bilden die Unterkonstruktion des neuen Sportbodens. 4 | DER FALTER SEPTEMBER 2025
PLANEN, BERATEN, BEGUTACHTEN » Tragwerksplanung » Objektplanung Brücken und Ingenieurbauwerke » Bauwerksprüfung Falterstraße 14 • 97318 Kitzingen Tel.: 09321/929090 • Fax: 09321/929099 e-mail: info@hf-ingenieure-gmbh.de • www.hf-ingenieure-gmbh.de Talstraße 25 | 97990 Weikersheim | Telefon 07934.91880 info@hieber-bad-heizung.de | www.hieber-bad-heizung.de Wir sind Ihr Partner für die gesamte Gebäudetechnik hier durften wir das Gewerk Sanitär ausführen und danken der Stadt Kitzingen für das entgegengebrachte Vertrauen. Fortsetzung nächste Seite gefühl entsteht. Das Foyer dient nicht nur als Eingangszone, sondern auch als Treffpunkt und Wartebereich für Sportler und Sportlerinnen. Der neue Aufzug ermöglicht allen Besucherinnen und Besuchern eine barrierefreie Erreichbarkeit der Innen- und Außentribüne. Im Westen schafft ein neuer Anbau zusätzliche Sportflächen sowie einen Konditionsraum. Die bereits vorhandenen Umkleide- und Sanitärräume der Außenumkleiden konnten für die neuen Sporträume mitgenutzt und mussten dadurch nicht zusätzlich neu errichtet werden. In der Sporthalle sind an allen Wänden nach Vorgaben der Regierung von Unterfranken einen Prallschutz aus Holz vorgesehen. Zusammen mit dem neuen blauen Sportboden und der lichtgrauem Heizdecke ergibt sich ein helles und freundliches Umfeld für alle Sportaktivitäten. Die vorhandenen Innenwände aus Sichtmauerwerk sollten so weit wie möglich erhalten werden, da diese Wandoberflächen sehr robust und resistent für Schäden und Verschmutzungen sind. Die neue, hochwärmegedämmte Fassade ermöglicht den Einsatz besonders energieeffizienter Heizsystem. Als Wärmerzeuger dient eine Wärmepumpe, Spitzenlasten abends und im Winter werden durch einen Gasbrennwertgerät abgedeckt. Eine große Photovoltaikanlage und Solarthermielemente stellen der Halle nachhaltig regenrative Energie zur Verfügung. Die Umsetzung der Modernisierung war mit einigen planerischen und baulichen Herausforderungen verbunden: Aufgrund wiederkehrender Undichtigkeiten konnte die Sanierung des Hallendachs nicht bis zur eigentlichen Gene- +HU]OLFKHQ *OFNZXQVFK ]XU :LHGHU (U|IIQXQJ GHU QHXHQ 6SRUWKDOOH 0|JH VLH YROOHU /HEHQ )UHXGH XQG VSRUWOLFKHU (UIROJH VHLQ )DFKXQWHUQHKPHQ IU SURIHVVLRQHOOH %HVFKDOOXQJV 7HFKQLN 3URMHNWLHUXQJ ,QVWDOODWLRQ :DUWXQJ 5HSDUDWXU 3URIHVVLRQHOOH %HVFKDOOXQJV 6\VWHPH DXV HLQHU +DQG ralsanierung warten und musste vorab durchgeführt werden. Dadurch waren bauliche Eingriffe an der Tragkonstruktion zur Ertüchtigung des Brandschutzes nur eingeschränkt möglich. Mithilfe eines individuell angepassten Brandschutzkonzepts gelang es uns jedoch, die erforderlichen baulichen Maßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren – das bereits sanierte Dach blieb unangetastet. Die neue, energieeffiziente Lüftungstechnik erfordert deutlich mehr Platz als die bisherige Anlage. Neben einem großzügigen Technikraum für die beiden Lüftungsgeräte – mit einer Länge von 27 Metern und einer Höhe von 5,70 Metern – musste für die Führung der Lüftungskanäle der Sporthalle eine zusätzliche Trägerkonstruktion errichtet werden, da innerhalb der Halle nicht genügend Raum für die Verlegung der Zu- und Abluftkanäle zur Verfügung stand. Die Baugrunduntersuchungen ergaben, dass das Gelände beim Bau der Sporthalle in den 1980er-Jahren bis zu drei Meter aufgeschüttet wurde und tragfähiger Baugrund erst in einer Tiefe von etwa sechs bis acht Metern ansteht. Um eine sichere Gründung zu gewährleisten, wurden 95 Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von rund 900 Metern bis zu zehn Meter tief eingebracht und anschließend mit bewehrtem Stahlbeton verfüllt. Die neue gedämmte Fassade musste strenge Artenschutzauflagen erfüllen, da in den Fugen der alten Betonfassadenplatten Fledermäuse Quartier bezogen hatten. Sämtliche Arbeiten an der Gebäudehülle mussten daher zeitlich auf den Jahresrhythmus der Tiere abgestimmt werden. Blick in die modernisierte Sporthalle. Blick in das neue Foyer. 5 | DER FALTER SEPTEMBER 2025
umgesetzt werden. Ziel ist, dass sich der gesamte Bereich um das Stadion mit der Sickergrundhalle zu einem attraktiven Bürgerpark entwickelt. Eingebunden in die weitgehend naturbelassenen Freiflächen kann so ein einmaliger Stadtbereich mit Sport und Bürgerpark in Kitzingen entstehen, der sowohl für Bürger als auch für Gäste eine hohe Aufenthaltsqualität besitzt. Vielleicht wird es dadurch in den nächsten Jahren noch besser möglich werden, den Freizeit- und den Vereinssport in der Stadt zu stärken. Die Sickergrundhalle ist dabei ein wesentlicher Baustein. Oliver Graumann, Leiter Bauamt. Vor dem Verschließen jeder einzelnen Spalte erfolgte eine Kontrolle durch Biologen, um sicherzustellen, dass keine Fledermäuse mehr anwesend waren. Erst danach konnte die Wärmedämmung angebracht werden. Als Ersatz für die entfallenden Nistplätze wurden insgesamt 42 Fledermauskästen (jeweils ca. 1,0 m hoch und 1,40 m breit) nahezu unsichtbar in die neue Fassade integriert. Hierfür war eine speziell entwickelte Sonderkonstruktion erforderlich. Um die Funktionsfähigkeit und Akzeptanz der neuen Quartiere zu gewährleisten, wurde vorab ein 1:1-Modellkasten erstellt und gemeinsam mit der begleitenden Biologin abgenommen. Besondere Momente waren stets jene, in denen unsere geplanten Räume und Fassaden erstmals ohne störende Gerüste, Staub und Abdeckungen sichtbar wurden – und die Raumwirkung genau dem entsprach, was wir zu Beginn der Planung entworfen hatten. Besonders hervorzuheben ist die Plattenfassade, deren Oberflächenfarbe je nach Lichteinfall vom hellen Silber zum dunklen Bronzeton wechselt. Trotz zahlreicher Herausforderungen und mancher Schwierigkeiten – ganz zu schweigen von den zusätzlichen Problemen während der Corona-Pandemie – haben uns die Planung und Bauleitung der neuen Sickergrundhalle große Freude bereitet. Dazu trugen insbesondere die gute und kollegiale Zusammenarbeit mit der Stadt Kitzingen sowie den beteiligten Fachplanern bei. Wir möchten uns daher herzlich bei allen an der Umsetzung Beteiligten bedanken und wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern viel Freude in der neuen Halle. Dipl. Ing. René Müller, Architekt Roth und Partner Architekten mbB Mail: info@rothundpartner.net Web: www.rothundpartner.net Alte Burgstr. 2 97318 Kitzingen 09321/14922-80 DIE SANIERTE SICKERGRUNDHALLE Eine ganz wesentliche Standortqualität von Kitzingen ist die soziale Infrastruktur. Dazu gehören neben den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auch die Sporthallen und Freizeitanlagen. Hier hat Kitzingen in den letzten Jahren einen erheblichen Sprung gemacht. Die neu sanierte und ausgebaute Sickergrundhalle gehört unbedingt dazu. Neben dem Schulsport und dem städtischen Vereinssport kann die Sporthalle mit den angrenzenden Freiflächen eine überregionale Bedeutung gewinnen. Der Kitzinger Kraftsportverein hat räumliche Bedingungen, die sowohl ein Training als auch Wettkämpfe auf hohem Niveau ermöglichen. Das gleiche gilt für den Handballsport. Die in den letzten Jahren in diesem Bereich geschaffenen Sportanlagen, wie der BIKE-Park und der Kunstrasenplatz sollen noch eine Erweiterung bekommen. Der städtebauliche Wettbewerb für weitergehende Ideen läuft gerade und soll in den nächsten Tagen Ergebnisse liefen, die mit Fördermitteln Küchen & Möbel nach Maß• Fenster • Türen• Wintergärten• Sonnenschutz Insektenschutz • Bodenbeläge • Parkett • Gardinen • Wohnstudio Wir haben das Hausmeister Zimmer und die Teeküchen geliefert Das neue Foyer Ost im Rohbau. Neue Nordfassade. 6 | DER FALTER SEPTEMBER 2025
7 | DER FALTER SEPTEMBER 2025 STADTBÜCHEREI „VORLESESPASS“ Wenn draußen die Blätter fallen und es früher dunkel wird, beginnt die Zeit für gemütliche und ruhige oder vielleicht doch lieber lustige Geschichten, damit es zuhause weder den Kindern, noch den Erwachsenen langweilig wird. Auch gibt es deshalb für alle Kinder von 4 bis 7 wieder spannende Vorlesestunden mit unseren ehrenamtlichen Vorlesepaten, die sich schon sehr darauf freuen. Im Anschluss wird passend zur Geschichte entweder noch ein Bild gemalt oder gebastelt. Wichtig: Bei den Veranstaltungen dürfen die Kinder nur ohne ihre Eltern teilnehmen. Erwachsene können sich in der Zwischenzeit selbstverständlich in der Bücherei aufhalten, sich im Lesecafé mit einem Getränk gemütlich machen oder durch unsere Buchreihen stöbern. Vorlesespaß Oktober und November: Dienstag, 28.10. Yola erfüllt sich ihren Wunsch, ab 4 Jahren. Die Schildkröte Yola will ihren Panzer nicht mehr tragen. Sie geht in die Stadt, legt ihren Panzer ab und kauft sich etwas Neues zum Anziehen. Aber diese Bekleidung schützt nicht vor der heißen Sonne und erst recht nicht, wenn man sich vor einem Nashorn verstecken muss! Zum Glück hat Yola gute Freunde, die sie aus der unangenehmen Lage befreien und eine tolle Idee haben... Donnerstag, 13.11. Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat (Kamishibai), ab 4 Jahre. Der kleine Maulwurf ist verständlicherweise sauer: Da hat ihm doch einfach jemand auf den Kopf gemacht! Er ist nicht der Meinung, dass er solches hinnehmen müsse, und so geht er auf die Suche nach dem Täter. Montag, 17.11. 10 kleine Eulen wollen nicht schlafen, ab 4 Jahre. Es ist Schlafenszeit, aber Mama Eule braucht Hilfe, um ihre zehn kleinen Eulenkinder ins Bett zu bringen. Die kleinen Betrachter schlüpfen in diesem Mitmachbuch in die Rolle der Eulen-Mama und übernehmen die abendlichen Einschlafrituale. Dienstag, 25.11. Krokodil und Giraffe warten auf Weihnachten, ab 4 Jahre. Krokira und Raffolo, die Kinder von Krokodil und Giraffe, können es kaum erwarten, bis es endlich Heiligabend ist. Als die Eltern sie bei den Vorbereitungen helfen lassen, passieren leider immer kleine Unglücke. Aber alles nicht so schlimm! Da der Platz in unserer Vorleseecke leider begrenzt ist, unbedingt Bitte um Anmeldung (frühestens eine Woche vor dem Termin): Tel. 09321 / 201930 oder per Mail an: buecherei@stadt-kitzingen.de. Eine Übersicht aller Termine bis Dezember auf: https://opac.winbiap.net/kitzingen/ index.aspx?data=cGFnZUlkPTE4 Ihre Sheena Ulsamer & Bücherei-Team. DAS BESONDERE BUCH VON LEICHEN UND BLUMEN Tja, da meinte ich jahrzehntelang, dass ein süffiger historischer Roman mindestens 400 Seiten dick sein muss, gerne auch mehr. Und jetzt halte ich ein sehr schön aufgemachtes Büchlein in der Hand – nicht einmal 200 Seiten – bin entzückt und geradezu beglückt! Geschrieben hat diesen eindrucksvollen, höchst ungewöhnlichen historischen Roman Christine Wunnicke, die mir bisher durchs Raster gefallen ist, doch ihr geheimnisvolles Buch Wachs ist begeisternd. Fortsetzung nächste Seite AKTUELLE PROJEKTE UNTER: www.team-rosentritt.de Wenn wir Qualität aus Begeisterung erschaffen, dann mit einem klaren Anspruch: besondere Wohnorte mit Charakter zu gestalten. Mit dem Zaunkönig präsentieren wir ein neues Logo, das genau diese Haltung auf den Punkt bringt: aufmerksam, qualitätsbewusst und naturverbunden. Der kleine Singvogel steht für die Fähigkeit, besondere Orte zu erkennen – und sie mit Bedacht zu gestalten. Genau wie er setzen wir auf Sorgfalt, Auswahl und Individualität beim Bauen. Dieses Gespür für gute Lagen und durchdachte Entscheidungen verbindet uns mit ihm. Der Zaunkönig ist damit nicht nur ein Symbol, sondern auch unser Vorbild – in seiner Konsequenz und Liebe zum Detail. MIETZINSEN UND WEITERE DETAILS: team-rosentritt.de/miete/westquartier Mietbeginn Westquartier 4 ab Januar 2026 2-Zimmer-Wohnungen Neu und hochwertig Geringe Verbrauchskosten Parkartige Anlage Tel. 0931 4658535-0 Sanderstraße 35 · 97070 Würzburg MARSHALL-HEIGHTS-RING 3–5 · KITZINGEN Mieten Sie sich glücklich!
8 | DER FALTER SEPTEMBER 2025 rück in die Vergangenheit, denn wir müssen ja auch die zweite Hauptperson kennenlernen, die Blumenmalerin Madeleine Basseporte. Die hasst die ornamentalen Zeichnungen, die gerade sehr modern sind und liebt die Natur, wie der Herr sie geschaffen hat – Menschen mag sie keine zeichnen. Beide Frauen haben früh ihre Väter verloren, beide wollen die Schöpfung verstehen, selbstbestimmt und frei sein. Männer werden noch sehr wichtig für ihr Leben und Überleben, aber das Wichtigste sind sie nicht. Die unscheinbare Marie ist zwar nach einhelliger Meinung für einen Ehemann nicht zumutbar, doch auch sie geht unbeirrbar ihren Weg. Und die bezaubernde, hochgewachsene Schönheit Madeleine verspürt zum ersten Mal den heißen Wunsch, sie zu malen. Diese Künstlerinnen haben die Wissenschaft enorm bereichert. Maries anatomische Studien und ihre exakten Nachbildungen in Wachs wurden sogar vom König von Dänemark, von Katharina II. von Russland und von Königin Marie-Antoinette gekauft. Sie gingen in die Medizingeschichte ein. So verdanken die Kunstgeschichtler, Botaniker, Mediziner (natürlich auch -Innen!) diesen beiden Frauen sehr viel! „Lesezeichen“ – Literaturkreis in der Stadtbücherei Beim letzten Lesekreis (25.9.) besprachen wir die Autorin Louise Erdrich und ihre unterschiedlichen Titel. Die Schriftstellerin vermittelt in jedem ihrer Bücher zwischen zwei Welten, denn sie ist die Tochter eines Deutschen und einer Indianerin aus North Dakota. Es wurde eine sehr lebendige Diskussion, denn obwohl wir uns alle einig waren, dass sie uns sehr gefordert hatte, dass man einfach Zeit, Muße und Konzentration für ihre Bücher braucht, waren wir uns auch einig: Sie zu lesen lohnt sich! Auch der nächste Lesekreisnachmittag am 30.10./15 Uhr wird sicher wieder sehr spannend werden, denn wir werden uns mit Lázár von Nelio Biedermann das Schicksal einer ungarischen Adelsfafällig? Plakette Dann am besten gleich zu DEKRA – Ihrem zuverlässigen Partner für Sicherheit rund um Ihr Fahrzeug. Ohne Voranmeldung. DEKRA Automobil GmbH Mainbernheimer Str. 97b 97318 Kitzingen Telefon 0931.270880 Neue Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr: 13 –17 Uhr Di, Do: 8 –12 Uhr dekra.de/kitzingen Unsere Öffnungszeiten: Und es ist ebenso die schöne, verwegene Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Ich muss auch gestehen, dass mir die beiden Protagonistinnen, Marie Biheron und Madeleine Basseporte, tatsächlich französische Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts, bislang kein Begriff waren. Das Paris dieser Zeit, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre, ist unglaublich turbulent. Hier verloren unendlich viele Menschen – auch König Ludwig XVI., später dann seine Gattin – ihre Köpfe durch ein modernes Fallbeil. Marie, eine der beiden Hauptfiguren, ist durchaus fasziniert von dieser Erfindung, die so rasant und scheinbar fast schmerzfrei den Kopf vom Körper trennt – die Guillotine. Los geht es 1733. Das neu- und wissbegierige Mädchen Marie will den menschlichen Körper verstehen und dessen Anatomie begreifen. Ihrer Mutter belehrt sie: „Du musst nicht arbeiten. Du musst keinen Beruf erlernen. Es ist weder nötig noch üblich." Doch die Apothekertochter Marie kontert „Es ist mir in die Wiege gelegt, und Gott hat es mir gegeben!". Sie fühlt sich nicht als Künstlerin, beschließt aber der beste Anatom des Landes zu werden, doch das ist ein andauernder Weg! Sie mag vieles nicht, auch nicht zeichnen, zum Zeitvertreib schon gar nicht. Und selbst wenn Mama meint, sie könne doch nach der Natur zeichnen lernen, erwidert sie nur "Ich muss die Natur erst zerschneiden." Denn Marie will anatomische Präparate von Körperteilen mittels Wachs erschaffen. Dazu meint sie, menschliche Körper zu brauchen, aufzuschneiden und zu studieren, um sie nachbilden zu können. Mama ist keinesfalls davon überzeugt, dass sich das Kind tatsächlich mit Toten beschäftigen muss. Wir Leser würden ihr wohl beipflichten und sind auch, gelinde gesagt, etwas irritiert. Doch Marie ist erstaunlich zielgerichtet und überzeugend. Drei Tage nach ihrem vierzehnten Geburtstag bekommt sie ihre erste Leiche. Die Autorin pendelt natürlich wieder höchst phantasievoll und geistreich zuDAS BESONDERE BUCH
9 | DER FALTER SEPTEMBER 2025 BAYERNS GRÖSSTES HALLOWEEN-EVENT BIS 09.11. Tagsüber erleben Familien mit Kindern das beliebte Halloween mit einer festlichen Atmosphäre voller Kürbisse, fantasievollen Dekofiguren, stimmungsvollen Illuminationen und passender Musik. Neben besonderen Gastronomieangeboten passend zur Jahreszeit sorgen kreative Aktionen wie Kürbismalen in der Kürbis-Werkstatt, die spannende Suche nach dem „Goldenen Kürbis“ sowie packende Halloween-Shows für jede Menge Unterhaltung. Mehr als 120 Attraktionen für Groß und Klein sowie der Tierpark mit rund 30 verschiedenen Tierarten machen den Besuch für die ganze Familie zu einem unvergesslichen Erlebnis. An ausgewählten Tagen öffnet der Park abends zusätzlich zu den „Spooky Nights“. Wenn die Sonne untergeht, Nebel über das Gelände zieht und unheimliche Gestalten zum Leben erwachen, entfaltet das Grusel-Land seine düstere Magie. Besucher können den Park bei Nacht erleben, ausgewählte Fahrgeschäfte bis spät in die Dunkelheit nutzen und sich von spektakulären Live-Acts wie einer Feuershow begeistern lassen. Walking Acts, detailreich gestaltete Horror-Mazes, der exklusive Vampire Club mit Cocktails und Live-DJ sowie ein farbenprächtiges Feuerwerk machen die Spooky Nights zu einem Event. Bestimmte Bereiche sind dabei bewusst für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet, um den Gruselfaktor für Jugendliche und Erwachsene zu steigern. Ein besonderer Vorteil: Das Grusel-Land ist bereits im regulären Eintrittspreis enthalten. Auch Besitzer des Abenteuerpasses genießen das gesamte Programm ohne Aufpreis. Weitere Informationen: www.grusel-land.de. milie in den Strudeln und Abgründen des 20. Jahrhunderts vornehmen. Ich bin gespannt, ob uns der sehr junge Autor mit seinem ersten Buch ähnlich beeindrucken wird. Erscheinen wird es in mehr als zwanzig Ländern, das macht ja schon mal recht neugierig. Ich freue mich darauf – Gäste sind wie immer willkommen! Ihre Sigrid Klein. LESEN? LESEN! Langsam werden die Tage wieder kürzer und wir verlagern unsere Aktivitäten in unsere gemütlichen 4 Wände. Nutzen Sie die Gelegenheit, um in unserer Buchhandlung nach Neuheiten zu stöbern oder ihr Zuhause mit hübschen Accessoires zu verschönern. In dieser Ausgabe möchte ich gerne unsere fränkische Heimat in den Vordergrund rücken. Sei es unsere unverwechselbare Gelassenheit im Umgang, oder die kulinarischen Köstlichkeiten, die wir in unseren geliebten Heckenwirtschaften genießen. So auch können wir uns bei den Folgenden Empfehlungen gut in das Geschehen hineinversetzen, weil uns viele Orte und Ausdrucksweisen so bekannt vorkommen. Und das macht es einfach so echt! „Blut Ehre“ von Günter Huth ist der zweite Teil der Adam-Rumpel-Reihe, nach „Posttraumata“. Rumpel versucht nach einem Anschlag wieder zur Normalität zurückzufinden, doch seine Vergangenheit holt ihn schneller ein, als ihm lieb ist. Die Bedrohung ist allgegenwärtig und er muss alles geben, umsichtig zu sein und seine Familie zu schützen. Günter Huth schreibt spannend, detailreich und mit viel Einfühlungsvermögen in die Charaktere. Für alle Thriller-Fans und Leser, die gerne tief in die menschlichen Abgründe eintauchen, absolut empfehlenswert. „Rattenharpyie“ von Helmut Vorndran hat mich sofort in seinen Bann gezogen. In diesem düsteren Franken-Krimi wird ein rätselhafter Mord aus der Gegenwart mit Geheimnissen aus der Vergangenheit verknüpft – inklusive eines skurrilen Ermittlerferkels namens Presssack und einem mysteriösen Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Stimmung ist spannend, ein bisschen schaurig und dabei manchmal fast absurd. Wer Krimis mag, die einen nicht mehr loslassen, sollte unbedingt zugreifen. „So geht Mundart Fränkisch“ von Bernd Regenauer ist einfach großartig, wenn man die fränkische Sprache und ihre Eigenheiten wirklich verstehen und anwenden will. Ich liebe es, wie das Buch die typischen Redewendungen, Ausdrücke und den besonderen Humor Frankens aufzeigt – kurz, praktisch und mit viel Charme. Besonders schön finde ich, dass man nicht nur einzelne Wörter lernt, sondern auch versteht, wie sie im Alltag gebraucht werden. Für alle, die Sprache nicht nur lernen, sondern auch genießen wollen, oder einfach nur zum Verschenken. Übrigens ist der neue Historische Kalender von Kitzingen für das kommende Jahr endlich da! Perfekt für alle, die sich für Geschichte begeistern oder jeden Monat ein kleines Stück Vergangenheit entdecken wollen. Ein schöner Blickfang für Schreibtisch oder Wand und gleichzeitig ein kleiner Ausflug in vergangene Zeiten. Ihre Simone Eisenman, Buchhandlung Schöningh. FRANKEN
10 | DER FALTER SEPTEMBER 2025 ROXY PROGRAMM-HIGHLIGHTS Das Roxy Kino Kitzingen zeigt bis zu 120 Vorstellungen mit 15 und 20 besonderen handverlesene Filmen. Das gesamte Programm und die Möglichkeit, Tickets zu reservieren oder direkt zu kaufen, findet man auf www.dasroxy.de und in der „Roxy Kitzingen“ – App für Android und iOS. Pumuckl und das große Missverständnis (ab 30.10.). Eine unerwartete Reise aufs Land, ein Geburtstag bei Nachbar Burke (Matthias Bundschuh) und eine neugierige Schildkröte – der Sommer bei Pumuckl (Stimme: Maximilian Schafroth; mittels KI verwandelt in die Stimme von Pumuckls Original-Sprecher Hans Clarin) und Florian Eder (Florian Brückner) steckt voller Abenteuer! Doch die vielen Ereignisse bringen auch ihre Freundschaft an ihre Grenzen. Denn wo bleibt da noch Zeit, um einfach mal freundschaftlich miteinander zu quatschen? So kommt es zu einem großen Missverständnis, das sie letztlich sogar erst mal auseinanderdriften lässt... Genre: Abenteuer, Familie, Fantasy. Regie: Marcus H. Rosenmüller. Springsteen: Deliver Me From Nowhere (ab 6.11.). Mit Anfang 30 sieht sich Bruce Springsteen (Jeremy Allen White) an einem Scheideweg in seinem Leben. Nach bisher fünf veröffentlichten Alben hat sich 1982 der musikalische Erfolg für ihn mehr als eingestellt, jedenfalls in den USA ist er längst bekannter Rockstar. Doch Springsteen kämpft gegen Depressionen, also jede Menge innere Dämonen. Er beschließt, diesen Kampf zu verarbeiten. Zusammen mit einem einfachen Vierspurrekorder schließt er sich also in seinem Schlafzimmer ein und beginnt mit der Arbeit – an sich selbst und an einem neuen Album, das er „Nebraska“ nennen wird. Das Ergebnis ist eine überaus düstere Platte, mit der auch Springsteens Umfeld – darunter etwa sein Manager Jon Landau (Jeremy Strong) und sein Studioteam inklusive Produzent Chuck Plotkin (Marc Maron) und Toningenieur Mike Batlan (Paul Walter Hauser) – stellenweise hadert. Genre: Biopic, Drama, Musik. Regie: Scott Cooper. Stiller (ab 6.11.). Der Amerikaner James Larkin White (Albrecht Schuch) gerät in der Schweiz in eine unerwartete Situation, als er fälschlicherweise für den vor einigen Jahren verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller (Sven Schelker) gehalten und verhaftet wird, weil der in eine politische Affäre verwickelt sein soll. Entgegen der Behauptungen der Behörden besteht James felsenfest darauf, dass er tatsächlich James White und nicht Stiller ist. Während der Ermittlungen wird auch Anatol Stillers Ehefrau, Julika Stiller-Tschudy (Paula Beer), mit herangezogen. Sie soll für die Staatsanwaltschaft überprüfen, ob James tatsächlich der ist, der er behauptet zu sein. Womit beide nicht rechnen: zwischen beiden entwickelt sich tatsächlich eine enge Verbindung. Mit jeder Annäherung kommen immer mehr Fragen nach der wahren Identität des geheimnisvollen Amerikaners auf. Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Max Frisch. Genre: Drama. Regie: Stefan Haupt. No Hit Wonder (ab 13.11.). Daniel (Florian David Fitz) wollte mit einem großen Knall abtreten, landet jedoch nach einem missglückten Suizidversuch in der Psychiatrie und darf die Station nicht verlassen. Einst stand er auf der Bühne des Olympiastadions, umgeben von tausenden Feuerzeugen, sein Song wurde von allen gesungen. Heute ist vom Ruhm nichts mehr übrig. Geblieben ist nur das Lied, das ihm Aufstieg und Fall zugleich bescherte. Dr. Lissi Waldstett (Nora Tschirner) erforscht das Thema Glück, verdient damit jedoch kaum Geld und arbeitet nebenbei als Pflegekraft auf der Geschlossenen. Um Aufmerksamkeit für ihre Arbeit zu bekommen, sucht sie nach einer außergewöhnlichen Idee. Als Daniel in ihrem Zuständigkeitsbereich erwacht, wittert sie eine Chance: Sie bietet ihm Hilfe an, wenn er sie bei einem ungewöhnlichen Projekt unterstützt. Gemeinsam sollen sie eine Gruppe einsamer Menschen durch Gesang glücklicher machen. Was als Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich zu einem chaotischen Abenteuer. Genre: Drama, Komödie. Regie: Florian Dietrich. Das aktuelle Programm immer in der Tasche: einfach den QR Code scannen und die Roxy KitzingenApp aufs Handy installieren, fertig! Oldtimer-Kino-Event! Donnerstag, 13.11., 19 Uhr. AMC Kitzingen e.V. und Classic Cars Kitzingen laden zu einem besonderen Kinoerlebnis ein: dem Oldtimer-Kino-Event für Motorsportbegeisterte, Oldtimer- und Youngtimerfans. Auf die Besucher wartet eine stilvolle Zeitreise in die Welt der Klassiker – auf vier Rädern und auf der Leinwand. Ob Liebhaber historischer Automobile, Freunde alter Filme oder einfach Menschen, die einen besonderen Abend erleben möchten. Das wird ein Highlight für alle, die Oldtimer, Kino und Geselligkeit lieben. „Meine Mutter weiß genau: Wenn sie Hilfe braucht, tue ich alles, was ich kann. Aber im akuten Notfall? Da kann das Rote Kreuz einfach mehr. Und das weiß sie ja auch. Es ist also eigentlich nicht ihr, sondern unser Hausnotruf. Er macht uns beide sicherer.“ www.hausnotruf-mainfranken.deŇ Tel. 0931 80008-510 Hausnotruf. Das Rote Kreuz, zum Drücken nah.
Einmal Speisen wie Tiger Woods, in einem Golf Club. Sie meinen das geht nicht? Im Restaurant „Hole 19“ am Golfclub Kitzingen sind Sie auch als „Nicht Golf Spieler“ herzlich willkommen. Mitten in der malerischen Landschaft von Kitzingen, umgeben von sanften Hügeln und gepflegten Fairways, genießen Sie diese einmalige Kombination aus leckerem Essen, familiärer Atmosphäre und einem traumhaften Ausblick. Egal, ob zu einem entspannten Abendessen oder ob Sie eine Feier ausrichten- oder einfach eine Pause bei einem guten Kaffee machen möchten – bei uns sind alle Gäste herzlich willkommen, nicht nur Golfer. Unsere Speisekarte verbindet regionale und traditionelle Küche mit italienischer Leidenschaft, zubereitet von einem erfahrenen Team, das mit Herz und Handwerk arbeitet. Neben den hochgelobten Pizzen und Pasta werden täglich auch viele andere leckere Schmankerln serviert Fariba Throll-Shabani und Angelino Scholz leben im Service Gastfreundschaft mit Herz – Tag für Tag, mit vollem Einsatz und ganz viel Liebe zum Beruf. Mit Hingabe, Erfahrung und einem Blick fürs Wesentliche. Sie wissen oft, was die Gäste brauchen, noch bevor sie es sagen, und sorgen mit ihrer warmen Art dafür, dass sich jeder bei uns willkommen fühlt. WILLKOMMEN IM HOLE 19 – IHR RESTAURANT FÜR GENUSSMOMENTE UND ENTSPANNTE ATMOSPHÄRE GUTSCHEIN FÜR NEUKUNDEN Beim Mitbringen der Anzeige bekommen Sie einen Rabatt von 15% bei Ihrem ersten Besuch Unsere zusätzlichen Serviceangebote: » Lieferservice » Familien Feier » Geschäftsfeier » Brunch auf Bestellung Lailachweg 1, 97318 Kitzingen Tel.: 09303 2090764 www.restauranthole19.de restauranthole19@reservation.de Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag 10 bis 22Uhr. Montag Ruhetag Machen Sie Ihre Weihnachtsfeier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Reservieren Sie am besten noch heute!
SCHUTZPATRONE HISTORISCH UND IM ALLTAG Sehr viele kennen den Valentinstag am 14. Februar als Tag der Liebenden und Paare. Kritiker meinen, dass der Tag eine Erfindung der Floristen sei. Die wenigsten aber wissen, dass der auf den heiligen Valentinus zurückgeht. Dieser soll im 3. Jahrhundert in Rom gelebt und Verliebten Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Ebenso habe er Paare nach christlichem Ritus getraut, die dann unter göttlichem Schutz standen. Da das damals streng verboten war, wurde er hingerichtet. Im 5. Jahrhundert – das Christentum war inzwischen Staatsreligion – wurde der 14. Februar als Gedenktag für den heiligen Valentin für die ganze Kirche eingeführt. Ab dem 17. Jahrhundert gelangte mit englischen Auswanderern der Valentinsbrauch in die USA und verbreitete sich rasch. Anfang der 1950er Jahre haben amerikanische Soldaten diese Traditionen von den USA zu uns gebracht. So hat der Valentinstag nach dem Vorbild USA ein ganz eigenes Brauchtum entwickelt mit vielerlei Geschenken, vor allem Blumen, Besuch von Gaststätten und immer mehr auch die Gestaltung des Tages phantasievoll für jedes Paar oder auch Einzelpersonen. Der Grundgedanke ist, sich und allen Lieben etwas Schönes zu gönnen. Der heilige Valentin spielt, selbst im religiösen Sinne als Patron der Liebenden, bei dieser Tradition heute keine Rolle mehr. Dennoch gibt es ergänzend dazu um den Valentinstag herum in vielen Kirchen ökumenische Gottesdienste, in denen Liebespaare/Ehepaare und Einzelne sich segnen lassen. Beeindruckend zeigen sich bei Festveranstaltungen der Feuerwehren die Fahnen der Floriansjünger. Auf diesen ist vielfach der Schutzpatron der Feuerwehr, der heilige Florian, dargestellt, oft als Soldat, wie er gerade mit einem Eimer Wasser ein brennendes Haus löscht. Es ist Florian von Lorch, der im 3. Jahrhundert gelebt hat. Er war römischer Soldat und Leiter der römischen Zivilverwaltung in Lauriacum (heute Lorch in Enns/ Oberösterreich) und wurde am 4. Mai 304 mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt, weil er dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Im Landkreis Kitzingen gibt es jedes Jahr Anfang Mai in einem anderen Ort den Florianstag mit einen ökumenischen Gottesdienst und anschließendem kleinen Fest. Florian dient den Feuerwehrleuten als Vorbild für ihren Einsatz. Die Legende mit dem Wassereimer soll alle ermutigen, mit allem, was sie haben, sich für das Leben der Mitmenschen sowie Rettung in Not einzusetzen. Der Heilige Christophorus ist der Schutzpatron für Reisende, Pilger und Autofahrer, speziell auch für die Luftretter. Viele haben eine sogenannte Christophorus-Plakette im Auto am Armaturenbrett für unfallfreie Fahrt und gute Reise. Diese Plakette kann und soll die Autofahrer an vernünftiges Fahren erinnern. In der Kleidung eines Pilgers trägt Christophorus ein Kind auf seinen Schultern durch einen turbulenten Fluss. Historisch ist über ihn wenig bekannt. Am Südausgang des Bosporus in (heutige Türkei) wurde am 22. September 454 (also zeitnah zu seinem Leben) eine Kirche auf den Namen Christophorus geweiht. Christophorus soll missgestaltet gewesen sein und konnte der Legende nach nicht sprechen. Erst durch die Taufe erlernte er die Sprache und erhielt den Namen Christophorus (Christusträger). Er diente als Soldat für den König von Lykien, nahm dann den christlichen Glauben an und zog als Missionar durch Lykien, bis er vermutlich um das Jahr 250 als Märtyrer hingerichtet wurde. Er soll von Gott aufgrund seiner Größe und Kraft den Auftrag bekommen haben, Menschen über einen breiten Fluss zu tragen. Eines Tages trug er ein Kind, das immer schwerer wurde, so dass er unterzugehen drohte. Er hatte das Gefühl, dass er die ganze Welt tragen müsse. Dann habe sich das Kind als Jesus geoffenbart. Für uns soll also der Dienst an den Mitmenschen bis an das Ende der eigenen Kräfte gelten, wie es täglich unsere Rettungskräfte tun. Unter dem Namen „Christoph“ sind auch die Rettungshubschrauber in Deutschland bekannt. Der heilige „Raphael“ (hebräisch „Gott heilt“ oder „Gott hat geheilt“) ist mit Gabriel und Michael einer der drei Erzengel. Er gilt als Schutzpatron der Kranken, für Rettungsdienste und Apotheker. Im Rettungsdienst ist er auch der Funkrufname. Verschiedene medizinische Einrichtungen tragen seinen Namen. Er wurde im Mittelalter zum Inbegriff des Schutzengels und Patron der Seeleute. Viele kennen noch das häufige Bildmotiv des Schutzengels, wie er auf einer defekten Brücke über einen reißenden Bach zwei Kinder beschützt. Was können Schutzpatrone bewirken? Vergleichbar einem Zauber beim Anrufen evtl. vorhandene Probleme einfach wegwischen? Solches gibt es im realen Leben nicht und auch nicht nach der Deutung der Kirchen. Der Schutzpatron kann mich natürlich erinnern und ermutigen, mit meinem Partner/meiner Partnerin ins Gespräch zu kommen und vor allem zuzuhören. Das heißt: Ohne mein Zutun geht nichts. Für diesen Impuls gibt es wiederum auch viele anderen Möglichkeiten und Ratgeber oder einfach nur die eigene Einsicht. Diese Traditionen schaffen oft Gemeinschaft, Hoffnung und Stärke für den eigenen Auftrag oder die eigene Lebenssituation. Die Menschen leben ja vielfach auch von Symbolen und immer noch viele aus dem christlichen Glauben heraus. Die christlichen Symbole oder symbolische Erzählungen sind für viele Menschen, auch außerhalb der Religionsgemeinschaften, eine willkommene Unterstützung. Um diese freiwillige Lebenshilfe geht es heute allen christlichen Kirchen. Die Verehrung der Heiligen und Schutzpatrone kann und darf dabei unterschiedlich gelebt werden. Josef Gerspitzer, Vorsitzender Rat im Pastoralen Raum Kitzingen. St. Valentin mit einem Liebespaar. St. Florian – Löschen eines brennenden Hauses. St. Christophorus – Bild an Hauswand in Marktschellenberg bei Berchtesgaden. © Passauer Bistumsblatt. © Friedbert Simon, pfarrbriefservice.de © Passauer Bistumsblatt. Geschmacksmustergeschützt, individuell und einzigartig! Neue Modelle, ausgefallene Steinsorten, tolle Kombinationen, für Sie entworfen und gefertigt. Stein & Design Brumme GmbH Buchbrunner Straße 38 97318 Kitzingen Telefon 09321 4887 Telefax 09321 9254277 grabstein-brumme@t-online.de
13 | DER FALTER SEPTEMBER 2025 GEDANKEN ZUR ZEIT DIE HERKUNFT DER NAMEN: HANNA(H) Er stammt aus der hebräischen Sprache und bedeutet: Die Schöne, Anmutige. In den letzten Jahren wurde dieser Name immer beliebter. 2014 und 2019 belegte er in der Beliebtheitsskala Platz 1. Die Bibel kennt drei Frauen mit diesem Namen: Da ist einmal Hanna, die Mutter des Propheten Samuel, Hanna, die Frau des Tobit und Mutter des Tobias und die Greisin Hanna, die in den Tempel eilte und mit dem alten Simeon in dem Kind Jesus erkannte. Das Buch Samuel im Alten Testament besteht aus zwei Teilen. Samuel I beschreibt Geburt und Leben des Propheten. Er war ein ausgesprochenes Wunschkind. Hanna, seine Mutter, war verheiratet mit einem Mann namens Elkana. Er hatte – wie es damals üblich war – noch eine zweite Frau, Peninna. Mit ihr hatte er Kinder, mit Hanna nicht, sie galt als unfruchtbar. Ein tragisches Schicksal für Frauen, besonders in einer Welt, die Sinn und Zweck einer Frau allein in ihrer Gebärfähigkeit sah. Ihre Verzweiflung und Traurigkeit klagte sie Gott beim jährlichen Pilgerweg nach Schilo, und an der Opferstätte tat sie das Gelübde: „Herr der Heere, …wenn du deine Magd nicht vergisst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen schenkst, dann will ich ihn für sein ganzes Leben dem Herrn überlassen.“ Der Priester Eli schenkte ihr Mut und Zuversicht mit den Worten: „Geh in Frieden! Der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen.“ Tatsächlich wurde Hanna schwanger und brachte einen Sohn zur Welt, dem sie den Namen Samuel gab: „Ich habe ihn vom Herrn erbeten.“ Als das Kind entwöhnt war, brachte es Hanna zum Priester Eli. Sicher ist ihr das sehr schwergefallen, denn Samuel war doch der heißersehnte, einzige Nachkomme. Aber Hanna fühlte sich an ihr Versprechen gebunden. Sie betete ein Danklied, in dem der Herr und seine großen Taten gepriesen werden. „Der Knabe Samuel aber stand von da an im Dienste des Herrn unter der Aufsicht des Priesters Eli.“ Hanna wurden Treue und Gottesglaube belohnt: sie gebar noch drei Söhne und zwei Töchter. Die Geschichte der zweiten Hanna ist im Buch Tobit aufgeschrieben. Hanna war die Frau von Tobit, dem Ich-Erzähler. Obwohl er ein frommer, barmherziger und gottesfürchtiger Mann war, war er vom Unglück verfolgt: Aus der Heimat vertrieben, hatte er allen Besitz verloren und war schließlich noch erblindet. Hanna hielt die Familie mit Webarbeiten über Wasser. Die Notlage führte zu Spannungen in der Familie, Tobit beschuldigte seine Frau der Unehrlichkeit, sie verhöhnte ihn mit seinen guten Taten, die ihm so rein gar „nichts gebracht“ hatten. In dieser schwierigen Situation erinnerte sich Tobit, früher einem entfernt Verwandten einen größeren Geldbetrag zur Aufbewahrung anvertraut zu haben. Zu ihm sollte nun Sohn Tobias geschickt werden, das Vermögen zurück zu holen. Damit er nicht allein unterwegs sei, sollte ihn ein Reisegefährte begleiten. Hanna, seine Mutter, geriet vor Sorge ganz außer sich: Sie weinte und machte ihrem Mann Vorwürfe, den einzigen Sohn in die ungewisse Fremde geschickt zu haben. Ihr Mann aber beruhigte sie: „Du wirst ihn wiedersehen. Denn ein guter Engel begleitet ihn, und seine Reise wird ein gutes Ende nehmen.“ Trotz dieser Zuversicht machten sich beide Eltern große Sorgen, als die für die Reise geplante Zeit überschritten war. Hanna war davon überzeugt, Tobias sei etwas zugestoßen. Voll Kummer aß sie nichts, lief täglich hinaus auf den Weg, auf dem er fortgezogen war und verbrachte die Nächte weinend und klagend. Endlich kehrt Tobias heim und alles wird gut: Er hat seinen Auftrag erfüllt und dazu noch eine Frau fürs Leben gefunden, der Vater wird geheilt, und der Reisegefährte bekennt, der Erzengel Rafael zu sein. Die Erzählung stellt keine Widergabe tatsächlicher Geschehnisse dar, sondern vielmehr eine religiöse und sittliche Unterweisung. Den Israeliten sollte vor Augen geführt werden, dass jeder, der in Treue zu Gott Jahwe und seinen Gesetzen steht, die rettende Hilfe seines Gottes erfahren kann. Überdies hat die Geschichte große Bedeutung für die Lehre von den Schutzengeln: Die drei Engel, die namentlich in der Bibel genannt sind, heißen: Gabriel (Gott ist Kraft), Michael (wer ist wie Gott?) und Rafael (Gott heilt). Die dritte Hanna ist vermutlich die bekannteste. Wir hören von ihr im Lukas Evangelium. Als Maria und Josef ihren Sohn in den Tempel brachten, um ihn dem Herrn zu weihen, kamen zwei alte Leute dazu: Simeon und Hanna. Hanna wird beschrieben als eine 84jährige Witwe, die sich ständig im Tempel aufhielt und Gott mit Fasten und Beten diente. Sie wird Prophetin genannt. Hannas Lebenszweck war es, Gott zu dienen. Auf diese Weise hat sie sich ihr ganzes Leben lang auf den Augenblick der Gottesbegegnung vorbereitet. Ganz sicher hat sie – als dieser Moment da war – etwas Essentielles gesagt. Aber die Rede von Frauen wurde (und wird) eben nicht für wichtig erachtet in einer Welt, in der Männer das Sagen hatten (und immer noch haben). Die Evangelien-Schreiber waren Männer ihrer Zeit, da hatten Frauen kaum Rechte, sie standen unter Vormundschaft ihrer Männer, und ihr Wort war ohne Bedeutung. So erklärt es sich, dass Frauen in der Bibel selten zu Wort kommen. Drei Frauen mit dem Namen Hanna, drei unterschiedliche Lebens- und Glaubensgeschichten. Gibt es Unterschiede? Gemeinsamkeiten? Größter Wunsch der ersten Hanna ist ein Sohn. Als ihr Wunsch in Erfüllung geht, zögert sie dennoch nicht, ihr Versprechen einzulösen und das Kind ganz Gott zu überlassen. Sie wird mit weiteren Kindern belohnt. Die zweite Hanna geht auf in der Sorge für ihren einzigen Sohn und die Familie. Alles endet gut, der Sohn kehrt gesund heim und bringt noch eine Schwiegertochter mit. Die dritte Hanna ist ganz auf Gott ausgerichtet und begegnet ihm leibhaftig. Ihre Rita Engert, Pfarrgemeinde St. Johannes. Die inständig betende Hanna, im Hintergrund der Priester Eli. Familienbibel Fam. Engert, Repro Sebastian Scheffler. „Wenn der Mensch den Menschen braucht...“ Wir sind 24 Std. für Sie erreichbar! Tel. 09324 99830 Bestattungen Glöggler Vorsorge – Beratung – Betreuung Ihr Bestattermeister Alfons Glöggler für Kitzingen und Umgebung Dettelbach · Luitpold-Baumann-Str. 12
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